Ungarn: immer eine Hütereise wert!!

In Ungarn bin ich immer gern, ob zum Trainieren oder zum Triallen. Dort ist genügend Platz, dass sich die Hunde so richtig austoben können, die Leute arbeiten zusammen, und auch am Abend nach dem Samstagtrial wird gemeinsam etwas organisiert und für alle ein lustiger Abend gestaltet. Manchmal wird da ein Gemeinschaftssaal gemietet und gekocht, diesmal wurden Pizza und Getränke für alle in die Lobby der Pension bestellt und mit Anfängern und Fortgeschrittenen in wilder Kombination Pool gespielt, dass sich die Kös bogen! Gut gemacht, ungarische Nachbarn! So macht es einfach Spass.

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Das Trial selber war sehr fair. Die Schaf konnten bei perfektem Handling auch perfekt gehen, quittierten aber Diskussionen zwischen Hund und Handler gerne mit Ausbruchsversuchen. Wusste der Hund nicht wirklich, was er tun sollte, liefen sie auch unerbittlich davon.

Die Kulisse mit den riesigen Kohle-Meilern war unverwechselbar, wenn auch anfangs ein kleines bisschen einschüchternd.

Da das Trialfeld nach hinten zu abfiel, war ein Podest unbedingt notwendig, um wenigstens den Schafsteller zu sehen. Es war sehr spannend, den Hund am Outrun verschwinden zu sehen und dann hoffen zu müssen, dass die Schafe kurz später gesittet und auf der richigen Linie über die Kuppe auftauchen würden! Einer Kl.3 war diese Aufgabe auf alle Fälle würdig!!

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Dani hatte ihr Trial-Richter-Debut und konnte mit der braven Freni, die jetzt auch schon neuneinhalb Jahre alt ist, einen nahezu perfekten Demonstrationslauf hinlegen.

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Aus diesem verzweifelten Single-Ansatz mit Flyte wurde natürlich nichts. Diese Schafe wollten nicht auseinander.

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Aber am Sonntag gelang mir mit Flyte ein schöner 89 Punkte Lauf samt Single! 🙂 Gesamt zweiter Platz, nach Petra Szarvas mit der wirklich sehr tollen Meggy.

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Die kleine Nora hat sich sehr bemüht und über grosse Strecken sehr ordentlich und exakt gearbeitet. Wir müssen noch ihre Bestrebungen in den Griff bekommen, Schafe für ihrer Meinung nach unerlaubte Gedanken schon einmal vorauseilend zu bestrafen. 😉

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Die Siegerin in Kl.2 war Bonnie, eine tricolor-kurzhaar Hündin, die die Schafe immer genau richtig führt.

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Die kleine Josie ist auch erwachsen geworden und lief sehr schön in Trial Kl.2. Zweiter Platz, um einen einzelnen Punkt. Das hätte natürlich auch ganz leicht der Sieg sein können. Aber nachdem der Bewerb ja auch die ungarische Meisterschaft war, ist es schon schön, dass den Titel auch tatsächlich ein Ungar erarbeiten konnte.

Auf Josie sind wir natürlich sehr stolz.

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Die Entdeckung der Saison war für mich das Hütehunde-Trainingscenter von Familie Szarvas, die Szarvas-tanya.

Zimmer und Matrazenlager für Handler und Hunde, grosse Felder, ganz grosse Felder und richtig riesige Felder, sowie ausreichend Zackelschafe für jeden Bedarf!

Dorthin fahren wir wieder!! Ich freue mich sehr, dass wir dieses Center entdecken durften!!

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Auf dem Weg zum ganz grossen Feld zum Üben von den so richtig grossen Outruns!!

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Hier arbeitet Beta einen solchen Outrun. Am anderen Ende kann man Petra als winzigen rosa Punkt erkennen.

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Mein Noral

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Danis Alma

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Dieser Artikel hat leider ein trauriges Nachwort:

Die tolle ungarische Hündin Bonnie ist zwei Tage nach dem Trial gestorben. Herzwurm. Die Übertragung des Herzwurms geschieht über Mückenstiche und deshalb ausschliesslich im Sommer.

Wenn man also im Sommer Länder besucht, in denen Herzwurm-Erkrankungen vorkommen, so zB. Ungarn oder Italien, sollte man nachher eine Behandlung mit einem Wurmmittel vornehmen, das auch gegen Herzwurm wirkt. Angeblich ist das zB. bei Milbemax der Fall. Dieses Mittel kann auch nach dem Besuch in einer eventuellen Risikoregion verabreicht werden.

Wartet man aber zu lange und will später untersuchen, ob es zu einem Herzwurm-Befall gekommen ist, ist der genaue Nachweis und auch die Behandlung schwierig. Gibt es nämlich schon einen starken Befall kann es bei Abtöten der Herzwurmlarven zu einer Verstopfung der Arterien durch tote Larven kommen. Auch das kann zum Tod des Hundes führen.

Ivermectin wäre ein wirkungsvoller Wirkstoff gegen Herzwürmer, aber bei Hütehunden sollte man bei Medikamenten mit diesem Wirkstoff wegen dem noch nicht restlos erforschten MDR1-Defekt aufpassen.

Eine ivermectin-freie Alternative zur Profylaxe wäre Lufenuron. Wir werden in Zukunft bei Ungarn- und Italienbesuchen noch genauer auf entsprechende Profylaxe oder Nachbehandlung achten.

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