Continental 2015

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Trialreisen nach Italien gehören zu meinen grossen Favoriten. Dieses Mal hatte ich die Gelegenheit, als Reservestarterin für das Österreichische Team mit Guin (Julie X Joe) mitzufahren. Als Reservestarter hat man den Vorteil, dass man voll dabei ist aber sich ziemlich viel Stress spart, weil man ja höchstwahrscheinlich nicht drankommt!! 😉 Zumindest auf diesem Feld in Piombino war das eine für mich sehr nervenschonende Tatsache. 😉

So konnte ich mir in Frieden die Läufe und Hunde anschauen, meine eigenen Schlüsse zu passenden Zuchtlinien knüpfen, dass sommerliche Wetter samt Meer und idyllischen Städtchen (wie zB. Vinci, Leonardo da Vincis entzückende Heimatstadt) geniessen und es mir in Frieden gut gehen lassen!

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Nahe der alten Industriestadt Piombino in der südlichen Toscana erstreckte sich dieses weite ebene Trialfeld an einem Salzwasserkanal entlang. der zum hinter dem Trialfeld gelegenen Meer führte. Vom Hafen in Piombino legen die Schiffe nach Elba und Sardinien ab. Und auch die Schafe für das Continental kamen aus Sardinien. Eine dort heimische Rasse namens Sarda, die den Sommer über auf Sardinien in grossen Herden frei geht. Jedes Continental beginnt traditionellerweise mit einem Aufmarsch der Nationen (und ihrer Hunde) durch die nächstgelegene Stadt. Neben einem kleinen Sektumtrunk und einer Ansprache gab es auch eine Hütehundevorführung mit herzigen Laufenten, bunten Hindernissen.

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Und hier ist unser Österreichisches Team in der italienischen Spätsommersonne! Dieses Jahr sogar in zusammenpassender Teamkleidung! So war das Aufmarschieren schon viel netter und stimmungsvoller für unser Team!! Wir danken den Sponsoren, dem ASDS, Rielex Hundeartikel, sowie Kerstins grosszügem Chef!!

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Das Trialfeld: flach und lang. Natürlich auch breit. Es mussten ja zwei Outruns für das Finale Platz haben. Auf den Fotos nicht gut erkennen kann man die Bold-Letter-L-Form des Felds. Mehr oder weniger in der Mitte des Feldes, war zwischen niederen Baum- und Strauchbewuchs der Letout-Pen versteckt.

Der Startpfosten lag für die Qualifikationsläufe -wie sich herausstellen sollte zu- nah an dieser schattenspendenen Schafoase ein wenig in die Mitte des Feldes hinein versetzt.

Die meisten Handler schickten ihre Hunde nach rechts los, wohl damit der Hund auf einem linken Outrun viel zu weit aufmachte (der linke Teil des Feldes war ja der -besonders nach hinten- wesentlich weitläufigere) oder auch um den zum Letout-Pen entstehenden Zug auf der „schweren Seite“ abfangen zu können.

Es zeigte sich aber im Laufe des ersten Qualifikationstages, insbesondere als es ab zehn Uhr immer heisser wurde, dass die Schafe die Schafsteller und die Hunde beim Lift vor sehr schwierige Aufgaben stellten.

Mit einem kräftigen Sprint konnten sie den sicheren Letout-Pen erreichen und in Sicherheit gelangen. Viele Reruns mussten verteilt werden, weil die Schafe den Schafstellern davongelaufen waren, bevor der startende Hund eine Chance gehabt hätte, sie zu erreichen und zu kontrollieren.

Aber auch, wenn der Hund sie erreichte: Wenn die in der Mittagshitze ziemlich unwillig gewordenen Schafe mit ihrem Endspurt zum rettenden Pen starteten, gab es nicht mehr viele Hunde, die sie wieder auf eine gute Linie oder überhaupt zum Handler bringen konnten.

Bei grossen Hütehundebewerben nehmen sich die Richter in solchen Fällen, wenn soviel Zeit verloren geht, dass nicht mehr sicher ist, dass man alle Hunde am entsprechenden Tag auch drannehmen kann, das Recht heraus, einen sogenannten Standard einzuführen. Sie brechen dann alle Läufe, frühzeitig ab, bei denen schon so viele Punkte verloren worden waren, dass ein Finalplatz nicht mehr möglich ist.

Diese Vorgehensweise ist zwar aus Sicht der Richter absolut verständlich, für den einzelnen Handler aber natürlich wahnsinnig frustrierend. Immerhin hat man viel Zeit, Mühe und auch Geld investiert, um seinen Startplatz wahrnehmen zu können. Schlimm genug, wenn man seine Schafe verliert, wie es vielen beim Lift passierte, aber noch viel schlimmer ist es, wenn man in einem anständigen Lauf dazu aufgefordert wird, das Feld zu räumen, weil man etwa ein Tor nicht getroffen hat.

Besonders, der Standard nie fair ist. Immerhin hatten ja alle Teilnehmer vor der Ausrufung des Standards, ihren Lauf in Ruhe zu beenden.

Zum Thema fair: Am Samstag Nachmittag wurde zusätzlich noch etwas eigentlich Unerhörtes getan: nämlich der Parcours geändert! Der Course Director Kevin Evans, der sich hier wirklich sehr ins Zeug legte und viele Wege mit dem Quad nach hinten zu den Schafstellern investiert hatte, um ihnen beim besseren Erledigen ihrer Arbeit zu helfen) kam zu dem Schluss, dass der Startpfosten einfach zu nah am Letout-Pen gelegen war.

Und die Richter beschlossen, den Pfosten kurzerhand zu entfernen.  Ab Mitte des Nachmittags in der Mitte des laufenden ersten Qualifikationstages, wurden die Schafe ann ohne Pfosten wesentlich weiter in den leeren linken Teil des Feldes hineingestellt. Das veränderte natürlich den Schwierigkeitsgrad für die noch startenden Teilnehmer. Man muss also wirklich sagen, dass alle, die am ersten Quali-Tag zwischen 10 und 15h starten mussten, leider einen entscheidenden Nachteil hatten.

Mit manchen naturgegebenen  Unterschieden im Schwierigkeitsgrad innerhalb eines Tagesverlaufes muss man bei einem Trial ja rechnen. So zum beispiel gab es auch jeden Abend ein paar Läufe, bei denen der Wind plötzlich drehte und vom Meer her wehte. War das der Fall, dass konnten die Hunde keine Kommandos mehr hören.

Besonders spektakulär sah man das am Ende des Finaltages, wo die Bestplatzierten der Qualis eigentlich einer randvoll gefüllten Tribüne von interessierten Zuschauern ein paar tolle Läufe hätten zeigen sollen. So kam auch Jaran Knive, vielfacher Europameister, mit seiner Bea und Marianne Klima mit Jet aus dem tollen Team von schwedischen Top-Handler-Ladies in den zweifelhaften Genuss, den gefürchten Trostpreis, die Fahrt  übers Trialfeld mit dem Quad zu gewinnen, um einen verlorengegangenen Hund wieder einzusammeln.

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Ich kann also nicht sagen, dass es nicht zum Zuschauen eine sehr spannende EM gewesen wäre. Für die Teilnehmer hatte sie allerdings eine ziemlich hohe Quote von mitspielendem Glücks- bzw. Pechelement. Einiges, zB. der unglücklich gestellte Qualifikationspfosten, hätte wohl vermieden werden können. Auch ein paar scheinbar als Hunden gegenüber bekannt aggressive Schafe hätte man vielleicht im Vorfeld aussortieren können, wenn man schon die generelle Kondition der Schafe nach einem langen heissen italienischen Sommer nicht ändern konnte, genausowenig wie die wechselnde Windrichtung und die Temperaturveränderung während der Mittagszeit.

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Von uns Österreichern war jedenfalls wieder einmal Wolfgang der Beste mit seiner Darla, Lightspeed Darjeeling.

Leider machten die Schafe am Anfang vom Fetch einen ausgedehnten Fluchtversuch. Darla konnte die Schafe zwar am Feld halten (viele andere Hunde hatten ihre Herde in einer solchen Situation in den Let-Out-Pen verloren, an dem die Fetch-Strecke verlockend nah vorbeilief). Wie man im Video sehen kann, wäre es sogar noch möglich gewesen, die Schafe mit einem kleinen Schwenk noch durch das Fetchgate zu bringen. Dann hätten die Punkte fürs Finale wohl noch gereicht. Aber wir sind auch so sehr stolz auf die tolle Darla und die schöne Arbeit auf diesem schwierigen Feld.

Videos von Darla im Qualifikationslauf:

Der Fetch (wenn die beiden die Schafe noch durch das Fetchgate geschoben hätten, hätte Darla im Finale sein können. Ihr fehlten nur drei Punkte!)

Drive: https://youtu.be/lh37RcNGNOI

Shed: https://youtu.be/xdC9myKxDpo

Auch Darlas Tochter Kass (von Gary) lief sehr brav. Leider wurde bei ihr aber die Standard-Regel angewendet. Wegen Zeitknappheit wurden alle Läufe frühzeitig abgebrochen, die keine Chance mehr hatten, das Finale zu erreichen. Schade für Kass. Aber toll gemacht hat es die kleine Hüteameise trotzdem!

Und hier sind Videos von Finallauf von Gary, dem neuen Europameister:

Serge van der Zweep hat wieder einmal einen Europameistertitel seinen bisherigen hinzugefügt. Gary ist wirklich ein grossartiger Hund, mit einem Pedigree, das nichts zu wünschen übrig lässt.

Seine Nachzucht ist ebenfalls sehr qualitätsvoll. Bei diesem Continental alleine liefen immerhin fünf Gary-Kinder. Und das, obwohl Gary selber noch gar nicht alt ist und seine Nachzucht erst ca. drei Jahre alt.

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Videos von Eryri Jaff im Finale:

Outrun 1 und 2: (deutlich zu sehen, dass der Hund wegen des jetzt vom Meer kommenden Windes die Kommandos nicht hört)

Eryri Jaff: Drive (Finale) https://youtu.be/lPZg7XzIlx4

Eryri Jaff: Shed (Finale) https://youtu.be/eW8zR5prrcc

Wer sich Jaffs ganzen Lauf angeschaut, kann nicht behaupten, dass er den Schafen irgendeinen Stress gemacht hätte. Trotzdem beschloss das rotmarkierte Schaf beim Sortieren für den Supreme Style Shed einfach, nicht mehr mitmachen zu wollen. Ich war sehr beeindruckt, wie cool und stark Jaff mit den Attacken dieses Schafes umgegangen ist! Auch wenn es natürlich eine unmögliche Aufgabe war, so den Supreme Style Shed zu beenden. Schliesslich hätten genau die fünf markierten Schafe am Ende noch eingepfercht werden sollen. Gratuliere Jaff und Susanne zu der beeindruckenden Arbeit unter schwierigen Umständen!

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