Hochzeit in der Toskana

 

 

Ja, der Winterwurf mit dem kleinen Guinchen war natürlich geplant und der wahrscheinliche Termin dafür nach den bisherigen Läufigkeitsintervallen gut ausgerechnet. So hätte es sich gut ausgehen müssen, Susanne Lejuez‘ Jaff, der gerade in Holland, wo die Konkurrenz ja wirklich sehr stark ist, einen grossen Trialerfolg nach dem anderen feiert, wieder zu verwenden. Meiner Berechnung nach hätte sich das knapp nach dem geplanten Familien-HD-, ED- und OCD-Röntgen ausgehen müssen.

Das Guinchen aber wollte so lange einfach nicht mehr warten. War doch ihre Tochter vor drei Wochen läufig, und da hat sie ganz einfach ihre Hormonproduktion angekurbelt und beschlossen, dass sie sich nicht von Leaf mit Läufigsein überholen lassen kann und schnellstmöglich aufschliessen muss!

Obwohl sich die kleinen L’s von Guin und Jaff alle wirklich hervorragend entwickeln und keinerlei Probleme zeigen, wollte ich aber nicht vor dem Vorliegen von ersten Untersuchungen die selbe Verpaarung einfach nochmals machen. Also wurden noch einmal alle Alternativen überdacht, und wir entschieden uns schliesslich für eine Reise in die Toskana zu Samuele Manzis Rüden „Cruise of My Heart“, der vom irischen Sup. Ch. Craig (Toddy Lambe) abstammt. Er ist ein direkter Import aus Irland, mit KC-Pedigree, ist gesundheitlich erstklassig durchuntersucht: HD-, ED-, OCD-frei, Augentest 2013 frei und genetisch CEA-normal.

Cruise ist ein sehr lieber, ausgeglichener, angenehmer Rüde, dem es ein grosses Bedürfnis ist, mitzuarbeiten und zu gefallen. Natürlich läuft er sehr gut in Trials, war 7.ter beim Pre-Continental in Holland 2013 und steht auf der italienischen Starterliste fürs World Trial 2014.

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Ein kleines Video konnte ich von Cruise zusammenstellen. Damit man sich seinen Charakter ein bisschen vorstellen kann, habe ich ihn eine kleine Runde wie für eine Ausstellung laufen lassen. Man sieht hier sehr gut, wie er sich bemüht, auch dieser seltsamen Aufgabe gerecht zu werden, obwohl er natürlich gar kein Ausstellungstraining hat und mich kaum kennt.  🙂 Die kleinen Clips vom Hüten sind zwar bei schlechtem Winterlicht und mit wackeligem Zoom gemacht, aber man sieht seine ruhige Art zu arbeiten, ohne laute Kommandos, ohne die Schafe zu stören. Aber er hat genug Präsenz, um sie über den Wassergraben zu drücken und auch einzelne Schafe von den anderen wegzuhalten.

https://www.youtube.com/watch?v=ZmYF914480o

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Samuele Manzi wohnt auf der wunderschönen Pferde-Farm Rozzalupi, Hier wartet seine Hündin Layla auf ihren Einsatz an den Schafen. Layla war dieses Jahr im Continental-Finale.

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Rozzalupi ist nicht nur für Pferde und Schafe ein Paradies, sondern auch für die Hunde, die dort nach Herzenslust frei laufen können, weil das Anwesen so weitläufig, grosszügig und sicher ist.

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Das Rudel, das diese Reise geniessen konnte, waren Karins Hilux, Vicko und Leaf, meine Julie, die auf Rozzalupi schon vor ein paar Jahren beim Italian Open Trial gestartet war, natürlich Guin, und als Austausch-Hund für meinen Flyte, der natürlich zu hause bleiben musste, Wolfgangs süsse kleine Kass (Darla x Gary), die viel Spass auf ihrem Ferienlager hatte.

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Die Hunde durften natürlich auch ein bisschen trainieren- Shedden ging zB. sehr gut bei den braven Skudden-Blackface-Mischlingen.

Auch sehr interessent war es, den Wassergraben, der sich durch das ganze Gelände zieht, im Training durchzunehmen. Auf dem grossen Klasse 3-Feld konnte man wunderbar Outruns üben, die durch den Wassergraben, der das Feld halbierte, erschwert wurden. Da das eigentlich ziemlich geniale Rozzalupi-Konzept Training quer über die riesigen Pferdekoppeln vorsieht, wobei die Pferde wegen der geräumigen Anlage nicht von Hund oder Schafen gestört werden, der Hund sich aber nicht durch die E-Litzen, die das Gelände unterteilen, irritieren lassen darf. Die Litzen können vom Hund einfach und gefahrlos unterlaufen werden. Aber wenn die Hunde ein solches System noch nicht kennen, lassen sie sich gerne von Gräben und Litzen verleiten, diesen optischen Grenzen zu folgen, statt ihre Outruns und Kreise korrekt einfach um die Schafe zu machen. Schafe über den Wassergraben zu bringen ist natürlich auch eine eigene Kunst, die ein Hund erst gezeigt bekommen muss. Auch das haben jetzt alle brav geübt.

Unsere Hunde hatten jedenfalls eine sehr schöne und bestimmt auch lehrreiche Zeit in Italien. Hier die kleine Leaf mit ihrer italienischen Herde.

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Jetzt bleibt uns nur, geduldig abzuwarten, was das Guinchen nach ihrer Italien-Reise ausbrüten wird!

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