Welpenwonne in der Wurfbox

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Wonne in der Welpenbox! Das Guinchen ist eine ganz eine liebe Mami, die stundenlang in der Wurfbox liegt ohne sich zu rühren, damit die Kleinen ja keinen frühkindlichen Schock bekommen. Wird sie durstig oder muss sie raus, beginnt sie ganz leise zu wimmern. Dann muss ich die kleinen pelzigen Saugnäpfchen ganz behutsam von der Milchbar pflücken, bevor sie sich traut aufstehen. Da haben Julies oder Darlas Welpen andere Sitten erlebt. Wenn die rauswollten, sind sie einfach  aufgesprungen,   und alle Welpis sind mit einem leisen Plopp und verzweifeltem Gequietsche abgefallen und herumgepurzelt wie die reifen Birnchen! Scheinbar hat sich das Guinchen vorgenommen, dass sie dafür sorgen wird, dass diese Welpen hier keine solchen frühkindlichen Traumata erleben. Und tatsächlich herrscht auch friedlichste Welpenwonne in der Wurfkiste. Glückliches Gezwitscher und wohliges Geräkel tagein, tagaus!

Jetzt eine kleine Erläuterung zum Tricolor, da ja momentan alle Welpen schwarz- oder rot-weiss aussehen. Vier davon sind aber genetisch tricolor, was man an der deutlichen Braunzeichnung unter der Schwanzwurzel erkennen kann. Welpen, die so gezeichnet sind, können noch ein paar Monate lang immer mehr Tan an den dafür typischen Stellen, an den Wangen und an den Beinen, ausbilden. Wieviel Tan das wird, kann man nicht wissen bis man es sieht. Es gibt ja auch Border Collies, die auch als Erwachsene zB. schwarz-weiss aussehen aber wenn man ganz genau hinsieht, ein paar braune Haare an der Wange haben, und natürlich noch immer den Tricolor-Marker unter dem Schwanz. Also lassen wir uns überraschen. Dieses Bild zeigt das kleine Tricolor-Mädchen von hinten! 🙂

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Es ist immer wieder faszinierend, den Kleinen zuzuschauen, wie sie ein Verhalten nach dem anderen entwickeln. Beeindruckend, zB. wie diese kleinen Tierchen, die ja noch nichts sehen oder hören, sie blitzschnell orientieren können, wenn die Mama in die Box einsteigt! Dann wieseln sie mit lautem Freudengequietsche wie die GPS-gesteuerte Lemmingsschar zielstrebig an die Bar!!

Tonfälle sind natürlich von anfang an schon perfekt ausgebildet. An den Tönen der Quietsch- und Grunzgeräusche kann man gut erkennen, wie es den Welpen geht. Übrigens habe ich gerade wieder ein Hundezuchtbuch gefunden, in dem steht, dass es nicht gut sei, die Welpen in Wärme aufzuziehen, weil sie dann verweichlichen würden. Also nach meiner Erfahrung sind die Welpen bis zu drei Wochen sehr, sehr kälteempfindlich. So richtig zufrieden, still und glücklich sind unsere Welpen bei 25 bis 27 Grad. Wenn man nicht so stark einheizen möchte, hilft auch eine Wärmedecke unter den Welpen. Die mögen sie auch gern, und dann muss die Umgebung nicht so warm sein. Allerdings wird den säugenden Hündinnen auf der Wärmedecke sehr schnell unangenehm heiss, und die Hündinnen wollen dann nicht so lang zum Säugen in der Box bleiben. Ich habe diesmal eine kleine Wärmeplatte in einer Ecke der Wurfbox platziert (hinter Lupo sieht man das Kabel von dieser Wärmeplatte aufsteigen), auf die man die Welpen legen  (und notfalls auch zudecken) kann, wenn die Mama die Wurfkiste verlässt. Eingeheizt habe ich auf 24 Grad. Darüber finde ich es für mich selber unangenehm heiss. Mit diesem Kompromiss kommen wir ganz gut aus. Vom Abhärten der Welpen durch Kühlhalten bin ich nicht wirkich überzeugt. Ich sehe an meinen Welpen wie sie bei 22 Grad zu murren und sich zu einem grossen unruhigen Klumpen zusammenzuscharen beginnen, wenn gerade keine Mama in der Box ist. Und ich finde nicht, dass man heutzutage noch herausfinden muss, welcher Welpe in einer Höhle im Wald möglicherweise nicht überlebt hätte. Da habe ich lieber glückliche verwöhnte Welpen im warmen Wohnzimmer.

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Vom Quietschen und Zielwuseln und dem beeindruckend starken Saugreflex abgesehen (so einen angesaugten Welpen kann man ein paar Zentimeter hochheben, bevor sich der Saugnapf löst! ), hat sich auch schon der erste Reflex entwickelt, den man auch bei erwachsenen Hunden kennt. Möglicherweise hat ja die Kynologie inzwischen einen schlauen (lateinischen) Namen dafür. Aber ich bin sicher, ihr Hundehalter kennt das: wenn man seinen liegenden Hund an den Rippen kitzelt, fängt das Hinterbein der gleichen Seite an, Kratzbewegungen mitzumachen! Ich bin mir nicht ganz sicher, welchen biologischen Nutzen dieser Reflex hat, aber jedenfalls habe ich ihn bei den Welpen schon ab dem zweiten Lebenstag festgestellt! Sehr süss! 🙂

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Träume!!! Ebenfalls spätestens ab dem zweiten Lebenstag kann man deutliches Traumgeschehen erkennen. Typisch und leicht an den eindeutigen  Mund- und Zungenbewegungen zu erkennen sind die Trinkträume. Mit ein paar Tagen kommen auch manchmal schon Laufträume vor, noch bevor die Kleinen eigentlich laufen können! Und Albträume gibt es auch! Ich nehme an, es geht darin um grossen Hunger und verzweifeltes Hinkrabbeln zu einer Zitze, die man nie erreicht, oder die einem immer von einem grösseren und stärkeren Geschwist weggeschnappt wird! Zum Glück hat das Guinchen 10 Zitzen, auch wenn zwei davon sehr klein sind. Für sieben Welpen sollte also immer ein freies Platzerl an der Bar zu finden sein- aber manchmal hat jemand anderer schon alles ausgetrunken! Das ist dann der Stoff für Welpenalbträume!!

Auch am zweiten Tag haben die Kleinen die Benutzung und das Suchen von einem Kopfpolster entdeckt! Am besten schläft sichs mit dem Kopf erhöht, indem man sich entweder auf einen Mamafuss bettet oder über ein Geschwist klettert!

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Nachdem ich immer wieder nach den Gewichten der Kleinen gefragt werde: Sie sind eigentlich alle recht ausgeglichen, die Mädchen und der kleine Loki sind leichter als die drei grossen Buben Linux, Lupo und Lion/Lux. Aber alle nehmen sehr brav zu und haben jeweils ihr Geburtsgewicht bis heute, dem elften Lebenstag, ziemlich genau verdoppelt:

Linux: Geburtsgewicht: 333g, 11. Tag: 672g

Lava: 247/479

Linnea: 257/ 498

Lion/Lux: 302/554

Legend: 230/441

Loki: 222/441

Lupo: 326/641

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Zu vergeben sind noch die zwei roten Buben.

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