Mühlvierteltrial 2011: Darla Vize-Meisterin

Die vierte internationale Mühlviertelmeisterschaft fand 2011 am 22. und 23.ten Oktober in Hirschbach statt. Wieder stand ein riesiges Areal in herrlicher Landschaft zur Verfügung. Mirjam und Günther haben hier eine tolle Tradition ins Leben gerufen. Das Mühlvierteltrial hat sich zum grössten Open Class Trial Österreichs entwickelt. Mit ca. 40 Startern aus vier Nationen, ca. 450 Meter Outrun und über 500 Meter Drive konnte sich dieser Bewerb auch dieses Jahr wieder unter die bemerkenswertesten Trials des Landes einreihen!

Wolfgangs Darla, Lightspeed Darjeeling landete, wie übrigens schon letztes Jahr auf dem zweiten Platz bei diesem grossen Bewerb, dieses Jahr nur um einen halben Punkt hinter Kathis Aimee, der wir zum Titel und zum Mühlviertel-Schild gratulieren können. Den dritten Platz holte Kerstin Reichmann mit ihrem Eros.

Oben: Lightspeed Glenfiddich beim Shedden. Glen wurde bei seinem Erststart in Kl.3 sehr guter Elfter. Noch vor seiner Mama Julie, die am 15.ten Platz landete. (Bei dem vielen Rennen am grossen Feld hatte sie am Sonntag nicht mehr genug Energie, um sich zwischen die schwer zu sheddenden Schafe mit ausreichend Enthusiamus zum erfolgreichen Trennen zu werfen!) Julie konnte das Mühlviertelschild übrigens 2008 gewinnen. Es ist eine Wandertrophäe, die jedes Jahr mit einem neuen Namensschild bis zur nächsten Meisterschaft beim jeweiligen Sieger einzieht.

Unten: ein paar Stimmungsbilder. Wie man gut sehen kann, wich ein herber Morgenfrost im Laufe des Tages einer herrlichen Oktobersonne.

Das teilweise märchenhafte Licht stellte sich übrigens am ersten Tag als starke Irritationsquelle für die spät startenden Hunde heraus: die Schafe standen an einer Stelle am Waldrand, die gegen Abend immer stärker im rasch anwachsenden Schatten des Waldes verschwand. Je schräger die Spätnachmittagssonne auf das Feld einfiel, desto unsichtbarer wurden die im silbern flimmernden Waldschatten stehenden Schafe für die armen Hunde, die am Abend auf den weiten Outrun geschickt wurden. Wer also in den letzten zwei Samstagsstunden des Trials startete, kam also kaum ohne teils massive Outrun-Korrekturen aus, bevor der Hund seine Schafe endlich erreichte! Erst aus relativer Nähe konnten die Hunde die Schafe erspähen! Keine der beiden möglichen Outrunrichtungen war so angelegt, dass man durch simples Ablaufen einer Feldgrenze die Schafe automatisch erreicht hätte! Gute Outruns waren also nur möglich, wenn der Hund sehen konnte, wo die Schafe standen!

Am nächsten Tag wurde der Startpfosten weiter in die Mitte des Feldes (dort wo der lustig geschlängelte Wanderweg verläuft) gelegt, und somit gab es am Sonntag keine Sichtprobleme mehr für die armen Hunde!

Unten ein Beispiel für das stimmungsvoll-silbrige Licht und den Camouflage-Waldschatten. Rechts: ein rechtschaffen müdes, kuscheliges Flytie nach viiiel Arbeit und Sport an der frischen Luft!

Nachdem diesmal der Richter der berühmte Bobby Dalziel war, von dessen doppelten Scottish National Champion und Supreme Champion wir zwei Junghunde, Guin und Glen, haben, mussten wir natürlich auch beim anschliessenden Seminar noch im Mühlviertel bleiben! Wir sind also wieder einigermassen up-to-date mit den gerade populären Trainingsmethoden!!! Und manchmal braucht man es, von einem Trainer gesagt zu bekommen, wo man beim Selbst-Traineren der Einfachkeit halber nicht konsequent genug ist. Kurz zusammengefasst für mich und Flyte (der das erste Mal in Kl.3 gestartet ist, und mit vielen eher lauten Verbalkommandos 26.ter geworden ist): Wenn man will, dass der Hund exakt auf Pfeifkommando horcht, darf man nicht immer erst dann ernst machen, wenn man schon verbal nachkorrigiert hat. Dann ist nämlich das Pfeifkommando nur eine Warnung für noch zu erwartende Verbalkommandos, und man darf sich nicht wundern, wenn sie im Zweifelsfall ignoriert werden. Bobby ist ein Fan von totaler Konsequenz. Er lässt keine Zwischenstufen und kein Kompromisstraining gelten, bei dem das erste „Down“-Kommando gerade einmal „langsam“ bedeutet.

Down ist Down, Stand ist Stand und Langsam ist Langsam. Und zwar bis man wieder etwas anderes sagt. Hunde sind ja sooo gut darin, einen in Kompromisse zu verstricken, über deren Existenz man sich nicht einmal mehr selber bewusst ist!!!  Mir hat das jedenfalls wieder einmal jemand sagen müssen!! 🙂

Und vierzig Meter Trainingsseil habe ich inzwischen auch schon gekauft. Mehr Seil kann eventuell noch später angeknüpft werden! Aber vorläufig muss ich einmal lernen, mit dem neuen Seilwust halbwegs zurecht zu kommen, ohne mich dauernd darin selbst zu verstricken!!  😉

Wir und die Lightspeeds hatten jedenfalls wieder eine sehr schöne Zeit im Mühviertel! Vielen Dank den Veranstaltern und Gratulation an alle erfolgreichen Trialisten auf diesem riesigen Feld!!!

Ach ja: Julie lässt ausrichten: danke für die vielen saftigen mühlviertler Feldmäuse!

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2 Kommentare »

  1. Beate said

    Schöner Bericht, Synve!

    Bis bald mal wieder 🙂

    LG
    Beate und Pearl

    • synve1 said

      Danke! Die kleine Pearl war wirklich sehr brav beim Trial! Gratuliere zu eurer schönen Arbeit! Ebenfalls bis bald!!

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