Ausnahmsweise keine Hundegeschichte, aber trotzdem erzählenswert:

Innerhalb von Wien gibt es tatsächlich einige landwirtlschaftliche Betriebe.  Derjenige, den man am wenigsten dort vermuten würde, ist der Equo-Therapie-Verein Emotion im hintersten Winkel des riesigen 67 ha-Komplexes des Otto-Wagner-Spitals gut versteckt hält. Das Spitalsgelände ist derartig ausladend, dass der 2 ha-Pferde-Hof, auf dem 17 Pferde in Offenstallhaltung und idyllischen Koppeln im artgerechten Herdenverband leben dürfen, nur von Eingeweihten zu finden ist.
 Roswitha Zink, eine bewundernswerte Power-Frau, die ganz in ihrer bemerkenswerten Mission aufgeht, bietet hier nicht nur ihren Pferden ein herrliches Zuhause mit interessanten Aufgaben, sondern hält auch eine kleine Schafherde samt Hütehund und hat ein hochaktives Team von begeisterten Equo-Therapeutinnen. Die Zahl der Kinder, in deren Leben dieser Verein bereits den einen oder anderen Sonnenstrahl gebracht hat, lässt sich wohl kaum zählen!  Hier der Pressebericht über das kleine Fohlen Kurumi 

 
Pferdefohlen Kurumi erblickt im Otto-Wagner-Spital das Licht der Welt
 
Ein Wildpferd kommt mitten in Wien zur Welt
Ein kleiner Mustang wirbelt die Herde bei e.motion unter dem Motto „Pferdekind hilft Menschenkindern“ auf!
Rain of Atacama, unsere wunderschöne Criollostute und liebevolles Therapiepferd, trifft im Mai 2010 auf  den Mustanghengst Madinga, und am 26. April 2011 wurde das wunderbare Ergebnis sichtbar. Ein starkes Hengstfohlen erblickt das Licht der Welt und ist ab der ersten Stunde bereit, mit seiner Herde durch die Wildnis zu ziehen… Doch nachdem dies mitten im Otto Wagner Spital schwierig ist, hat das kleine Pferdekind eine besondere Aufgabe.
Leuchtende Kinderaugen stehen am Zaun und staunen mit offenem Mund über dieses kleine Wunder, das friedlich im Stroh liegt. Und dass diese Kinderaugen leuchten ist alleine ein Wunder, denn sie haben schwere Zeiten hinter sich und bekommen hier Therapie mit Pferden. 250 Kinder kommen jede Woche zu e.motion, sie haben ein schweres Leben hinter sich und manchesmal auch noch lange Krankenhausaufenthalte vor sich. Schwere Krankheit, Unfälle, Gewalt oder Tod – die Kinder von e.motion haben mehr erlebt, als viele Erwachsene und lernen von und mit den Pferden dennoch in ein zufriedenes Leben zu starten. 
Für den Verein e.motion war die Geburt dieses Fohlen ein ganz besonderer Moment! Kurumi erobert ohne Vorurteile die Welt und übt voller Neugier seine ersten Schritte… Kurumi, wörtlich übersetzt „das Licht des Regenbogens“, der schon jetzt die Herzen „unserer“ Kinder öffnet! Trotz aller Herausforderungen können unsere Kinder viel von dem kleinen übermütigen Kerl lernen und einige Stunden Unbeschwertheit pro Woche hier bei e.motion genießen.
Auf Kurumi wartet auch ein verantwortungsvolles Leben als Therapiepferd. Noch ist alles spielerisch, jeder Kontakt neu, das Leben das reine Fest… und die Kinder lachen über die immer neuen Sprünge des Fohlens. Aber in Kurumi liegen auch viele Hoffnungen. Er soll einmal helfen, den vielen Kindern bei e.motion wieder zurück ins Leben zu helfen. Eine jahrelange Ausbildung zu einem perfektem Co-Equotherapeuten wartet auf ihn, die ihn zu einem weiteren so feinfühligen, neugierigen, warmherzigen und aktiven Pferd machen soll.
Aber bis dort hin dauert es noch lange… und in der Zwischenzeit können wir alle den kleinen Kurumi dabei zuschauen, wie er die Welt mit einem Sprung erobert und mit vier kräftigen Beinen fest im Leben steht.
Fotos zur honorarfreien Verwendung: VEREIN E.MOTION/Roswitha Zink
Fachliche Details:
„Besonders Wildpferde sind sehr soziale Tiere, und genau das zieht Menschen an. Ihre Herdenstruktur ist offen und es werden auch Neuankömmlinge aufgenommen. Freude und Bedürfnis nach Kommunikation ist ihnen angeboren, daher kann man ihnen lehren mit Menschen zu „sprechen“. Dies hilft vor allem Kindern die das Vertrauen in sich und andere verloren haben. Und dann sind Pferde auch noch sehr stark! Sie können uns tragen und mit uns ein Stück des Weges gehen. Die Therapie mit Pferden gibt es schon sehr lange. Schon die Tempelritter wussten, dass Pferde zur Persönlichkeitsbildung beitragen“ so Mag. Roswitha Zink.
Was ist Equotherapie?
Equotherapie ist eine Therapie mit bzw. auf dem Pferd, die von ausgebildeten TherapeutInnen durchgeführt wird. Es ist eine Methode, bei der Pferde, wie Blindenhunde, etwas Besonderes lernen, um Menschen zu helfen. Sie können die Körpersprache und damit die Emotionen von Menschen lesen, dies verschafft uns einen neuen Blick auf unser Ich und hilft Halt in der eigenen Identität zu finden.
Für wen kann Equotherapie Hilfe bringen?
Es sind vor allem Kinder, die durch schwere Lebensbedingungen  (Behinderung, soziales Umfeld,…) oder Schicksalsschläge wie etwa Krankheit, Gewalt oder Todesfälle aus der Bahn geworfen werden – der Verein e.motion betreut beispielsweise zahlreiche Kinder, die direkt bzw. indirekt von einer onkologischen Erkrankung betroffen sind.
Ein Therapiezentrum im 14. Wiener Gemeindebezirk…
Auf dem weitläufigen Grüngelände des Otto-Wagner-Spitals (1140 Wien) gibt es Dank Gundula Hauser seit 1997  Pferde für die Therapie. Damit ist das Otto Wagner Spital Vorreiter und Pionier. Heute wird das Projekt von einem gemeinnützigen Verein namens e.motion organisiert. Die öffentliche Anbindung an U-Bahn und Bus ermöglicht Familien, diese Therapie leichter zu erreichen.
 
 
Rückfragehinweis:
Für Rückfragen, Interviews und Filmaufnahmen steht Kurumi sehr gerne jederzeit zur Verfügung!
Verein e.motion – Roswitha Zink
Email: info@pferd-emotion.at
Tel: +43 664 5050123 (Roswitha Zink)
www.pferd-emotion.at

Der Verein bräuchte übrigens noch nach einem PATEN oder einer PATIN, denn der kleine Kurumi sucht noch nach einer guten Seele, die sein Heranwachsen zu einem verantwortungsvollen Therapiepferd unterstützt!!

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