kleine Prüfungen, grosse Freude

 die tapfere kleine Gillian

Obwohl die Wettervorhersage für heute wirklich nicht rosig war, und wir schon auf Gewitter, Sturm und Sturzregen eingestellt waren, hatten wir dennoch an diesem Prüfungstag in Ebreichsdorf viel Glück und noch bestes Frühlingswetter. Erst nach Prüfungsende öffneten sich die Regenschleusen! Vergönnt, vergönnt! Es darf ja ruhig auch dazwischen regnen, damit das Gras schön grün bleibt und die Schafe recht viel zu knabbern haben!

Jedenfalls können wir der kleinen Lightspeed Gillian, dem kleinen veterinärmedizinischen Wunder-Wutzi, das vor zwei Monaten von der Vet-Med Wien wegen mysteriösem akuten Nierenversagen eingeschläfert hätte werden sollen (siehe entsprechenden Blog-Artikel) und sich dann aber wieder spontan und von selbst komplett erholt hat, als erstem der Lightspeed G’s zu einer offiziellen Prüfung gratulieren. Sie hat heute die BH mit dazugehörigem Verkehrsteil bestanden! Brave Gillian und brave Katharina, die sie damals nicht auf der Vet-Med zurückgelassen hat, sondern sie gegen deren Empfehlungen mit nach Hause genommen hat, wo sie wieder gesund werden konnte. Zu der Courage, gegen das Anraten der hohen Doktoren nach der eigenen Hundebesitzer-Intuition richtig zu handeln, können wir ihr nur nochmals gratulieren!

In Ebreichsdorf sind die Prüfungen jedenfalls immer sehr nett und familiär, und man hat das Gefühl, dass wirklich noch der Hund im Mittelpunkt steht. Das kleine Guinchen durfte dort heute ausser Konkurrenz „an der Wurst“ die BH mitgehen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn die Gelegenheit bekommt man sonst nicht so leicht. Dabei wäre es meiner Meinung nach für viele Hunde ein sanfterer und motivierenderer Einstieg in die UO-Prüfungen, so beginnen zu dürfen. Guinchen hat heute eine lustige und leckere Erfahrung unter Prüfungsbedingungen haben dürfen, und nicht die typische „Leider Nicht“-Enttäuschung erlebt, die so viele Hunde in der Prüfung frustriert werden lässt, wenn sie entdecken, dass es hier anders als beim Training nichts zu holen gibt! Also danke Sandra Haslinger und dem Richter Karl Weber fürs Ermöglichen des Starts ausser Konkurrenz. 

 das kleine Guinchen

Flyte, mit dem ich gerade ein paar Antritte für die Prüfungsroutine sammle (und der jetzt letzte Woche Am Riederberg auch schon eine schöne BGH3 zu seinen Prüfungsstufen hinzugefügt hat), trat in der GH1 an, und konnte sich ein V mit schönen 217 Punkten, erarbeiten. Mit Flyte bin ich sehr zufrieden, aber ein paar unabsichtliche Führerhilfen, die mir selber gar nicht auffallen, muss ich mir offensichtlich noch abgewöhnen! Auch bei diesem Sport ist es eben nötig, dass einem immer wieder jemand ganz genau auf die Finger, Füsse und Hände schaut, damit man nicht unnötige unwillkürliche Hilfsbewegungen macht! 🙂 Im Unterschied zur BGH wird ja jedes kleine Zucken mit dem Knie, jede Drehung der Schulter, die von der totalen Neutralität abweicht, beinhart abgezogen. Will man 10 Punkte auf seine Übungen bekommen, muss der Hundeführer lernen, ungeheuer diszipliniert mit allen seinen Bewegungen umzugehen. Das bekommt man so genau gar nicht hin, ohne dass es sich jemand von aussen ansieht- oder man seine eigenen Videos studiert! Erikaaaa! Lass uns üben!!!!

 das brave Flytie!

 Zum Verkehrstest, den ja seit 2011 auch alle angehenden Agility-Hunde absolvieren müssen, waren an diesem Prüfungstag ganz schön viele Hunde angereist. So war es eine wirkliche Freude, die lange Prozession von Hund-Mensch-Teams in friedlichster Eintracht durch den Prüfungs-„Verkehr“ aus Joggern, Autofahrern, Radfahrern und entgegenkommenden Hunden ziehen zu sehen! Das müssten sich die Politiker und Hundehasser einmal ansehen, wie gesittet Karavanen von Hunden durch den „Verkehr“ ziehen können, wenn sich alle Beteiligten ein wenig mit Hunden auskennen! Sind doch sicher die meisten „Unfälle“ mit Hunden auf Leichtsinn und Unachtsamkeit seitens der Menschen zurückzuführen! Dass ich keine Kleinkinder alleine mit Hunden Ball spielen lasse oder meinen Hund unbeausichtigt am Spielplatz auslasse, sollte einem doch der Hausverstand sagen. Das fällt für mich in die selbe Kategorie wie das Trocknen von nassen Katzen im Mikrowellenherd.

Bei nicht sachgemässer Verwendung kann doch alles schädlich und gefährlich sein, oder?

Für den Verkehrstest hatte ich jedenfalls einen Leih-Hund zu führen, die Aslan-Tochter LeeLoo, die ich vom Hüten kenne, und die sich ohne jegliches Verkehrstest-Training wirklich brav geschlagen hat. LeeLoo hat sich zwar ein wenig gewundert über die (für sie langweilige) Prüfung, denn normalerweise, wenn sie mich sieht, darf sie an den Schafen arbeiten. Brav war sie aber trotzdem sehr.

 

eifrig hütende LeeLoo

Also wieder eine sehr liebe kleine Prüfung in Ebreichsdorf

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