Bei den Osterlämmern

Auf der Schafweide herrschen idyllische Zustände. Die Obstbäume stehen in freundlich-bunter Blüte, und nach dem weissen Vorzügler-Lammböckchen kommen jetzt auch die kleinen Heidschnücklein auf die Welt- als pechschwarze Lämmer, die sich aber von ihren Mamas noch nicht aus ihrem schützenden Wald herausgelassen werden! 🙂 Das schöne mehrfach graue Fell bekommen die Heidschnucken erst im zweiten Jahr. Sie starten schwarz, sind dann lange dunkelbraun, und währenddessen wächst von unten das Vliess langsam grau nach. Die braunen Jünglinge, die bei dieser Herde dabei sind, werden sicher nach der Schur schon grau aussehen!

Weil es so ein schöner Tag war, durfte auch Opa Celtic mit auf die Weide, wo er sehr glücklich herumgeschlingert ist (und sich immer sehr gefreut hat, wenn er mich gefunden hat- er sieht ja nicht mehr so gut und hört so gut wie nichts, da kann es schon passieren, dass man ihm kurzfristig abhanden kommt. Dafür freut er sich dann immer sehr über jedes Wiederfinden!!!)

 

Celtics Tochter Darla ist gerade ein wenig eifersüchtig auf ihren Halbbruder Glen, der von Wolfgang bereits fleissig trainiert wird und (im Vergleich zu seinem Schwesterche, dem Guinchen) schon richtig erwachsen aussieht. Dass Glen so viel drankommt, wo sie doch alles besser kann und überhaupt schon viel länger da war, das ist sehr hart für Darla, und wo immer sie kann, versucht sie, Glen seine Übungen „wegzuschnappen“.

 Glen (Julie X Joe)

  

Mama Julie ist jetzt bereits zu rund als dass man sie an den Schafen viel machen lassen könnte. Schliesslich warten wir auf kleine Osterhasen-Babies von ihr! Aber sie durfte natürlich mitgehen, die Schafe weiden lassen und helfen, sie dort zu halten, wo sie bleiben sollten. Ruhige Aufgaben für sonnige Sonntage mit vielen Sonntagsspaziergängern!

Guinchen, keck und lustig wie eh und je, durfte ein wenig üben, über die treppenartigen Verschneidungen auf der schrägen Weide hinwegzuflankieren. Da sie derlei optische Täuschungen an den Schafen noch nicht kennt, war das gar nicht so einfach für sie zu begreifen! Junge Border Collies haben ja einen gewissen angeborenen „Cast“, schlagen also aus Instinkt seitlich raus, um in Bögen um die Schafe zu laufen und sie dann in Richtung ihres Schäfers zu bringen. Wenn die Schafe aber gerade nicht optimal sichtbar sind, weil sie etwa über oder unter einer Geländetreppe „versteckt“ sind, braucht es eben ein wenig Training, um sie dazu zu bringen, dass sie ihren Instinkt auch mit Hirn einsetzen, also sich zuerst orientieren, wo die Schafe sind, und sich notfalls die Position auch ein wenig zu merken, für den Fall, dass die Schafe über Teile des „Outruns“ nicht zu sehen sein sollten! Nach anfänglichem Erklärungsbedarf und einiger verwirrter Zirkel hat es das Guinchen am Ende geschafft, und ich war sehr stolz auf sie! Ich hoffe, sie merkt es sich bis zum nächsten Mal! 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: