Hill-Trial in Kettenreith im Oktobergeniesel

Der Oktober hat zugeschlagen mit stimmungsvoll-grauem Himmel und nervtötendem Dauer-Geniesel.

Müde, glückliche und noch ein wenig feuchte Border Collies wuzeln sich zur Zeit in jeder Ecke meines Wohnzimmers auf extra ausgelegten Fleckerlteppichen und trocknen erschöpft und zufrieden vor sich hin- einen hauchzarten Geruch nach nassem Schaf verbreitend…

Wahre Hütehunde-Enthusiasten lassen sich allerdings von so einem bisschen herbstlicher Ungemütlichkeit nicht so leicht hinter den Kamin vertreiben.

Also ging es dieses Wochenende für unsere Meute auf zum Kettenreith-Hill-Trial. Marion hatte ein sehr interessantes und anspruchsvolles Feld aufgetrieben, bei dem insbesondere der Outrun zu einer wahren Herausforderung geriet, da der Hund irgendwie auf einen kompliziert und unübersichtlich angelegten waldigen Hügel dirigiert werden musste. Egal auf welche Seite der Hund geschickt wurde, verschwand er dabei lange aus der Sicht des Hundeführers und konnte selber die Schafe eine ganze Weile lang nicht sehen, musste sich also im optimalen Fall den Standort der Schafe gemerkt haben!

Unten also Julie am Start nach links hinaus, wo sie hinter den Bäumen im Nachbarfeld verschwand.

Auf diesem Bild sieht man Astrid am Startpfosten und rechts oben unter der Krone des grossen Baumes die bereitgestellten Schafe. Wie man sieht, war es wegen deutlich mehr Spielraum ein wenig verlockender nach links zu schicken. Dabei musste man aber entweder seinen Hund an der Unterkante der links verlaufenden Hügelkante entlangführen oder ins linke (nicht mehr sichtbare Feld) laufen lassen und hoffen, dass er dann wieder rechtzeitig auftauchen würde, um die Schafe richtig aufzunehmen! Ziemlich spannend, da unten am Pfosten zu stehen und nach seinem verschwundenen Hund zu spähen!!!

Quer durch die Mitte verlaufend sieht man die Terasse, die Darla bei beiden Outruns zum Verhängnis wurde: sie war sich absolut sicher, dass sich die Schafe irgendwo in diesem unteren Feld aufhalten mussten! Zu Darlas Verteidigung muss man anmerken, dass sie seit einer Woche läufig ist und dadurch komplett wirr im Kopf! Sonst immer die Coole, Erwachsene, Über-den-Dingen-Stehende flitzt sie im Moment nur von Hormonen gejagt herum und hat als einziges wirkliches Interesse die Ortung eines möglichst coolen Rüden zur sofortigen Familiengründung!! Hach, diese Hormone!!!

Julie schaffte ihren Outrun am Samstag recht gut auf der linken Seite, allerdings lief sie am Sonntag offensichtlich viel zu weit nach oben und rannte, ohne die Schafe zu finden, ganz auf die andere Seite beinahe wieder zu mir zurück, die ganze Zeit ausser meiner Sicht! Als sie endlich unterhalb der Terasse auftauchte musste ich sie wieder ganz zurückschicken, diesmal rechts den Hügel hinauf! Manchmal möchte man seinen kleinen Hund, der sich sichtlich bemüht, sein Bestes zu geben, gerne fragen können, warum sie nicht einfach genauso rennen wollte wie am Samstag, als sie die Schafe ja gefunden hat!!!

Der Umweg kostete ausser viele Punkte natürlich auch eine Menge Zeit, die uns dann am Ende des Parcours für den Pferch fehlte!!

Also waren unsere Mädls leider vom Glück verfolgt, an diesem Oktoberwochenende! Es kann eben nicht immer funktionieren, aber beklagen können wir uns nicht: das Trial war schwer aber fair, die Schafe anständig, das Gelände interessant, Mosse Magnusson als Richter gerecht und die Trialkollegen trotz Geniesel lustig und gut gelaunt.

Oben Caro  (beim Abmontieren der Shedding-Ring-Flaggen) mit „Werkspion“ Aussie Zwergi und Kerstin, die mit ihrem braven Working Kelpie den Working Test am Sonntag absolvierte. Daneben Flyte, (dem Caros Aussie mit seinen eisblauen Augen ziemlich unheimlich war) und der immerhin die Lightspeed-Ehre mit einem dritten Platz in Kl. 1 retten konnte!

Seltene Gäste auf Trials waren diesmal auch dabei: Lisi mit ihren Show-Borders of Green Borderline wagte sich tapfer aufs Trialfeld sowie zu den Anlageprüfungen, um den Arbeits-Border-Collies zu zeigen, wo der Hammer hängt. Die meisten Show-Border-Besitzer haben ja dazu leider nicht mehr genug Mut oder Interesse. Lisis Hunde schafften ihre Prüfungen und zeigten, dass auch mit Show-Borders  mitunter noch das eine oder andere anzufangen sein kann.

Diverse bunte Regenjacken bei Umbauarbeiten für die Hütehundeprüfungen

Ein lieber Gast kam uns auch noch besuchen: Guins und Glens Bruder Guinness war gekommen, um erste Trialluft zu schnuppern! Wie Gordon und Glen ist er inzwischen ziemlich langbeinig und hoch geworden und wartet voll Tatendrang auf Action und Abenteuer!

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