Hohe Wand Trial

Wir hatten ein herrliches Wochenende beim ÖCBH-Trial auf den weiten Hohe-Wand-Wiesen direkt unterhalb des berühmten Hansl-Steigs, wo ”normale” Leute ihre Freizeit mit Wandern und Klettern verbringen.  Oben rechts das Trialfeld vom Let-Out-Pfosten aus betrachet.

Links unsere braven Mädls: Darla,  die an Samstag und Sonntag souverän den ersten Platz erringen konnte und als einzige offensichtlich gar kein Problem mit der Kommandodurchlässigkeit in dem auffallenden und frustrierenden “Funkloch” in der Mitte vom Feld, genau auf der Höhe der Tore, hatte. Bis auf winzige Kanten in den Linien gab es bei ihren beiden Läufen nichts zu beanstanden!

Hier klicken, um den Sonntags-Lauf selbst zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=jH0YfkwXsfs

Darlas Mama Julie wurde an beiden Tagen Zweite. Julie hatte zwar ein wenig mit dem Auseinanderhalten der Kommandos in der akustikfreien Zone um die Tore zu kämpfen, schaffte aber alle drei Tore- jeweils das zweite Drive-Gate absolvierten ihre Schafe an beiden Tagen wegen akustischer Differenzen allerdings zweimal, zuerst hinauf, dann wieder hinunter. 

Die Schafe liefen sehr fair und zügig, Unaufmerksamkeiten straften sie aber sofort! Passte Hund oder Handler einen Sekundenbruchteil nicht auf, waren sie schon davon in Richtung Heimatpferch im rechten unteren Trialfeld-Eck! Da eines ihrer Talente eine  Sprungbegabung war, die den besten Vertretern der Wiener Hofreitschule zur Ehre gereicht hätte, war es schwer zu verhindern, dass sich dann zumindest ein Schaf mit einer formvollendeten Capriole über das Tor katapultierte, bei der noch der weißeste Lippizaner erblasst wäre!

Wie man auf den Fotos sieht war das Wetter einfach großartig. Trotz der Sonne sorgte ein fleissiger Wind dafür, dass es für die Hunde gut aushaltbar blieb. Und ich konnte endlich (beim Schafestellen) meine Käseneger-Beine ein wenig anbrutzeln. Ich hoffe, es hat geholfen. Vom vielen Unterwegssein mit den Hunden bin ich zwar immer bis zum Juni im Gesicht und bis zu den Schultern brauchbar gebräunt, aber für die Badesaison andererorts noch seltsam mehrfarbig gestreift!

Das kleine Guinchen und Bruder Glen hatten auch sehr viel Spass. Guin ist eine richtig süße freche Maus und schon sehr aufmersam und verständig! So kann sie schon mit ihrer Mama gemeinsam am Waldrand warten, während ich mit ihrem Halbbruder Flyte beim Schafestellen unterwegs bin. Ein Halbschwesterchen war auch zum Spielen da, nämlich die kleine Jen, eine aus England importierte Joe-Tochter, die nur einen Monat älter ist. So viel getobt wie an diesem Wochenende hat Guin – glaub ich – selten zuvor.

Mein Flyte war gut gelaunt und mit Feuereifer bei der Sache. Er ist jetzt frisch umgestellt auf Pfeifkommandos, und offensichtlich sitzen die noch nicht ganz so wie sie sollen. Jedenfalls war er an beiden Tagen am Fetch absolut überzeugt davon, dass ich versuche, ihn mit meinem Pfiff rechts herum zu schicken, statt links herum. Da ist doch noch viel Übung fällig, wie ich sehen konnte!

Es wurde ein 4.ter Platz am Samstag, 7.ter Platz am Sonntag. Zu Flytes Verteidigung muss man erwähnen, dass er am Sonntag bis direkt vor seinem Lauf lange und ausdauernd am oberen Ende des Feldes Schafe gestellt hatte. Da habe ich mich mit der Startreihenfolge wohl etwas geirrt, denn ich hatte gedacht, dass noch ein paar Läufe Zeit zur Erholung hätten sein müssen, bevor er drankommen sollte.  Natürlich sollte man nach zwei Stunden Schafe-Stellen nicht sofort mit seinem Hund starten! Das hätte ich natürlich besser machen müssen statt das Vertrauen des noch jungen Flyte zu missbrauchen, indem ich ihn erschöpft an den Start schicke!

Nicht unerwähnt bleiben soll noch das legendäre Klohütterl. Wolfgang hat es offensichtlich derartig nachhaltig beeindruckt, dass ihn in der Nacht freudsche Träume über eine  hochmoderne Fliesswassertoilettenshow verfolgten! Offenbar also ein durchaus memorabler „Tagesrest“! ;))

Das Trial hat übrigens der souveräne und sympathische Tophandler und Trainer aus Holland, Herr Kees Kromhout gerichtet. Der Mann hat selbst neun (9) Border-Collies und eine riesige Schafherde und ist seit zwei Jahrzehnten in Hollands Trialgeschehen eine fixe Größe. Sein Motto: lieber streng und fair richten, als Punkte zu verschenken, was die Handler und deren Hunde nicht weiterbringt. Wie recht er hat!

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