Trial bei verrücktem Wetter

Dieses Wochenende war wieder ein Trial auf der schon berühmten „Drei Bäume Wiese“ in Kettenreith.

Der Richter Kevin Evans hat gemeint, die Felder beim letzten World Trial wären kleiner gewesen als Marions Wiese, wir hatten also einen schönen langen Drive und Cross-Drive! 

Ich selber konnte leider nur am Sonntag dabeisein, weil wir am Samstag einen Vogelhändler in Horn aufgeführt haben, und schon am Nachmittag wegen der neuen Location einen Durchlauf auf der Bühne in Horn ausprobiert haben. (andere Aufgänge/Wege, etc)

Aber am Sonntag war ich (trotz nur vier Stunden Schlaf) natürlich beim Trial dabei.

Julie war den ganzen Tag sehr gut gelaunt, und hat sich mit leuchtenden Augen und grunzigen Glücksrollen im Gras ansteckendst darüber gefreut, daß wieder ein Trial-Tag war!!

Schade, daß es diesmal fast kein Video-Material gibt, denn ich war diesmal wieder sehr glücklich mit Julies Läufen. Abgesehen davon, daß ich neue Brillen brauche, weil ich es geschafft habe, in allen drei Läufen (zwei mit Julie und einem mit Freni) das erste Drive-Gate knapp zu verfehlen, hatten wir schöne Linien und ein gutes zügiges Tempo. Julie war ein kleiner zielstrebiger Bulldozer. Ich bin mir vorgekommen wie der Musher hinter einem Schlittenhundegespann, dessen Augabe es hauptsächlich  ist, auf der Bremse zu stehen  und nicht abgeworfen zu werden! Dem Richter jedenfalls hat es gefallen, denn er sagt, er sieht zu viele schwache Hunde ohne Push und Power, die trotzdem auf Trials erfolgreich laufen!

Besonders stolz bin ich über den Double Gather-Bewerb, der nach dem Kl.3-Lauf durchgeführt wurde. (Danke, Marion für diese tolle Idee!) Ich hatte mit Julie noch nie ein Double Gather Trial, deshalb bin ich besonders glücklich darüber, daß sie aufs erste Kommando perfekt umgedreht und die zweite Schafgruppe angepeilt hat!

Beim einzigen anderen Double-Gather, das ich in Österreich erlebt habe, einer Staatsmeisterschaft vor ein paar Jahren, bin ich mit Celtic, der am ersten Tag einen super Lauf hatte und am zweiten Platz gelegen ist, jämmerlich verhungert, weil er sich um keinen Preis von der ersten Schafgruppe abwenden wollte!!!

Also bin ich sehr, sehr froh, wie selbstverständlich und einfach das diesmal mit Julie war!!  (Nachdem ich, wie gesagt, immer jeweils das erste Drive-Gate verpaßt habe, landeten wir beim Double-Gather auf dem zweiten Platz!)

Nachdem wir hier noch immer von launischem Aprilwetter heimgesucht werden, fing es pünktlich zur Mittagspause plötzlich an zu schütten (der Vormittag war so heiß gewesen, daß Wolfgang mit Darla gar keinen zweiten großen Trial-Parcours mit Darla laufen wollte!)

In einer kurzen Regenpause ging sich noch Frenis Start aus- Freni war diesmal wieder in verrückter Stimmung- in der Mitte des Drive (knapp vor „meinem“ ersten Drive-Gate) brannten ein paar ihrer Sicherungen durch und sie mußte einige Freni-Riesenrunden um die Schafe rennen. Dann schafften wir wieder einen halben Cross-Drive, bevor noch zwei Freni-Runden leider unbedingt notwendig waren! Wenn sie in diesen Modus kommt, ist sie nicht mehr ansprechbar und muß einfach fertigsausen, bis es wieder geht. Naja. Für den Drive hatten wir am Ende noch einen Anstandspunkt, aber Freni hat dafür bestimmt eine fünfmal solange Trial-Strecke zurückgelegt als irgendein anderer Trial-Starter!!

Vielleicht sollte ich Freni lieber auf der Hunderennbahn starten!!!

Frenis Lauf war jedenfalls dem eh schon teenagerhaft-instabilen Wetter zu viel und ein Blitz mit mächtigem Donner zerriß den Himmel direkt über dem Trialfeld. Alle flüchteten in wilder Panik unter die sicheren Viadukt-Bögen, aber innerhalb von zehn Minuten standen wir dort in einem Gewirr vorn neuen Bächen und Strömen auf den letzten paar letzten matschigen Inseln und mußten in Autos und Wohnwägen weiterflüchten! Danke, Karin, für das Asyl von patschnassen Hunden, Handlern und dem verblüfften Richter, in deinem gemütlichen Wohnwagen!! Nach einer Runde von Karins Wohnwagen-Würfelspielen, ließ das Gewitter wieder nach, und ich ließ meine völlig durchweichten Schuhe zum Trocknen zurück und patschte durch die knöcheltiefe neue Seenlandschaft hinauf zum Ende des Feldes, um den Rest den Tages mit Freni und Julie für die Teilnehmer der übrigen Klassen Schafe zum Pfosten zu stellen!

Jedenfalls hatten wir einen sehr lustigen und abwechslungsreichen Tag, Julie war sehr glücklich, Freni sowieso, und das kleine Flytie war wieder einmal sehr brav! Nach der verrückten Freni weiß ich es nämlich besonders zu schätzen, wenn sich ein junger Hund nicht von allen Umwelteinflüssen (Klatschen, vorbeilaufende Hunde/Schafe) völlig aus dem Häuschen bringen läßt, sondern ruhig und cool bleiben kann!

Noch zum Ergebnis: Wolfgang, der mit Darla (Lightspeed Darjeeling) an beiden Tagen sehr schöne Läufe hatte, konnte sich bequem an die Spitze der Rangliste legen! Es ist einfach schön, Darla beim Arbeiten zuzuschauen, das sieht so einfach und angenehm aus!!

Gratulation auch an Michi, der Cedric in Kl. 2 und Aslan in Kl.1 geführt hat und immer souveräner und ruhiger im Handling wird! Weiter so!

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