Archive for Juni, 2009

Regentage!

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In Wien schüttet es seit Tagen. Auf der Straße braucht man heute Gummistiefel und morgen wahrscheinlich schon ein Schlauchboot!!

Unser Training fällt im Moment ins Wasser. Flyte übt zu hause seine Kunststücke: Wir lernen gerade die Matte (Touch, und zum Target laufen kann er ja schon, jetzt lernt er auf die Matte zu laufen und dort seine „Kunststücke“ zu machen- das ist im Moment „Sitz, Platz, Steh und die Verbeugung“. Am allerliebsten läuft er rückwärts!! Immer wenn er nicht sicher ist, was er genau tun soll, beschwert er sich mal kurz über die schwierige Angabe (er ist noch immer eine sehr kommunikative Plaudertasche) und läuft voll Entschlossenheit rückwärts!

Nachdem er ohnehin so gerne redet, haben wir auch angefangen mit Lautgeben und Heulen auf Befehl! Das hat er sofort verstanden!!! Nur den Aus-Schalter müssen wir noch einbauen!!! 🙂

Wir basteln auch am Männchenmachen, Beinslalom, rückwärts-um-die-Beine-Kreisen und natürlich am korrekten Fußgehen!! Flyte macht alles Spaß, und so stört ihn der Regen nicht besonders.

Freni hat ihre eigenen Regenspiele, indem sie mit Ausdauer ihr Spielzeug hinter meine Sofas oder hinter mein Bett versenkt und es dann irgendwie wieder herauszufischen probiert.

Und Julie frönt ihrer Sachsucher-Leidenschaft! Heute hat sie einen kleinen Postkastenschlüssel gefunden (den ich NICHT vermisse!!!), sowie  das Zug-Zipferl eines Reißverschlusses (das mir auch nirgends abgeht!!!) Mit diesen Dingen läßt sich hervorragend Zielobjektsuche üben, und wenn es draußen noch so schüttet.

Nur-  wo sie die Dinge immer hernimmt, ist etwas unheimlich. Am Schwund meiner Socken sehe ich zwar, daß ich ein kleines Dimensionsloch in meinem Wohnzimmer haben muß, aber normalerweise kommt aus diesen Löchern nichts zurück, dachte ich. Oder hat Julie eine Abmachung mit dem Wurmloch, daß sie einen Postkastenschlüssel zurückgeworfen bekommt, wenn sie das Loch mit 5 geschiedenen Socken füttert????

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Training mit Eliott und Flyte

Hier ein paar Fotos von unserem heutigen Training mit Lightspeed Eliott und Lightspeed Fire Flyte! Eliott macht sich wirklich ganz super in Agility- jetzt müssen wir noch den Slalom fertigbekommen und die Wippe lernen, dann kann er ganze Parcours laufen! Mit den restlichen Geräten kann man ihn jetzt schon super Parcours laufen lassen. Ein Lob auch an Astrid, die sich wirklich sehr geschickt anstellt! Ich freu mich schon auf Antritte.

Damit der kleine Flyte nicht allzu gefrustet wird (denn der war mit, um ein bißchen das zivilisierte Zuschauen zu erlernen- sehr schwer für junge Border Collies!!!) haben wir auch eine Runde Unterordnung am großen Platz (Sittendorf) gemacht. Davon auch ein paar Bilder!!! Wir hatten alle jede Menge Spaß, wie man gut sehen kann!!

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Freni Zahnlos

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Wir waren gerade mit dem Training fertig, hatten unsere Taschen schon gepackt und warfen noch eine letzte Beißwurst vor dem Heimgehen, schon mit dem Schlüssel zum Hundesportplatz in die Hand.

**Krach!** Es klingt als wäre ein Schrank umgefallen!!

Und Bandit, der stattliche Groenendael, flüchtet wimmernd in die hinterste Ecke des Hundeplatzes und will nicht mehr hervorkommen.

Ich brauche ein bißchen, um zu rekonstruieren, was passiert ist, denn ich habegerade  nicht hingeschaut. Freni muß versucht haben, Bandit die Beißwurst im letzten Moment, knapp vor dem Zupacken, wegzuschnappen.

Und Bandit ist ungebremst in sie hineingekracht.

Marlies sammelt ihren bibbernden Hund ein und wir finden über seinen Schneidezähnen im Zahnfleisch ein eineinhalb Zentimeter langes, tiefes Cut!

Freni steht noch immer scheinbar unbekümmert in der Wiese über der erbeuteten Beißwurst, aber jetzt, wo ich genauer hinsehe, knirscht sie ein wenig merkwürdig mit den Zähnen.

Jetzt will ich doch gerne wissen, an welchem Freniteil sich Bandit ein Cut geschlagen hat. Gut, Freni ist zugegebenermaßen ziemlich kantig- neulich habe ich an ihr zwei vertrocknete Zecken gefunden und das wahre Wort geprägt, daß an Freni sogar die Zecken jämmerlich verhungern.

Aber beim Öffnen ihrer tricolor-Lefzen tropft es mir schon entgegen- ein rechter oberer Backenzahn ist komplett abgebrochen und blutet leise zwischen ein paar windschiefen Splittern hervor.

Wir packen zwei angeschlagene Hunde ins Auto- Bandit müssen wir erst einfangen und hinziehen, denn er  ist noch immer buchstäblich total geknickt. Auf Englisch gibt es dafür den Ausdruck „he doesnt know what hit him“! Er kann eindeutig nicht zuordnen, wer ihm da gerade fast die Zähne eingeschlagen hat und verdächtigt sicherheitshalber uns Menschen!!

Frau Dr. Resch kommt trotz Fenstertag 2 Stunden vor ihrer Ordinationszeit und beginnt ihr Werk mit dem armen Bandit, der es haßt, in Narkose gelegt zu werden und 20 Minuten lang dagegen ankämpft als wollte man ihn umbringen.

Freni hat inzwischen Schmerzmittel bekommen, und ich kann ganz klar sehen, wann genau deren Wirkung einsetzt, denn plötzlich bekommt sie einen glücklichen Gesichtsausdruck, fängt an zu wedeln, spitzt ihre Freni-Lippen und verkündet mit einem ihrer berühmten „Wuuuuu“s, daß es jetzt wieder weitergehen kann, mit dem Spielen.

Dabei zeigt sie peinlich wenig Einfühlungsvermögen mit dem armen Bandit, der mit weit aufgerissenen Augen auf dem Boden liegt und (seiner Meinung nach) mit dem Tod ringt!!

Wir setzen uns also hinaus ins Wartezimmer, und ich mache mich über einen Jahrgang Wuff-Zeitschriften her.

Flyte lernt inzwischen die Tierarztwaage kennen und lieben (er hat 15 kg) und will schon nach ein paar Futter-Erfolgen gar nicht mehr von der Waage herunter. Er klettert immer wieder hinauf und fragt mit kokettem Wimpernaufschlag:  „Hast du schon gesehen, daß ich auf der Waage stehe? Hm? Hmmm???“

Bandit wird inzwischen genäht, aber zum Glück sind Zähne, Kiefer und Zahnfleisch in Ordnung. Freni bekommt eine Narkose im Wartezimmer, um Bandit nicht beim Aufwachen zu stören, bei dem er wieder kämpft wie ein Pirat in den letzten Zügen. Freni legt sich einfach auf meinen Fuß und schläft ein.

Am Ordinationstisch dann sieht man schließlich, daß der Zahn bis hinunter in die Wurzeln gespalten ist und gezogen werden muß. Ich lasse mir ein Sortiment häßlichen zahnärztlichen Instrumentariums zeigen und verziehe mich leicht fröstelnd wieder hinaus zu meinen Wuff-Jahrgängen.

Mit Anfang der offiziellen Ordinationszeit kommen ein paar Katzen, die wegen eines Notfalls mit einem Zahn vertröstet werden.

Nach einer halben Stunde werden sie nochmals vertröstet, denn das Zahnziehen ist offensichtlich nicht so leicht, da die Wurzelteile immer wieder splittern, wenn man sie ziehen will, und man sie deshalb alle einzeln ausbohren muß.

Ich habe ausführlich Zeit, den tobenden Kindern der einen Katzenbesitzerin beizubringen, daß sich Hunde schrecken können, wenn man plötzlich vor ihnen vorbeirennt oder sie lang anstarrt.

Ich segle in meinen berühmten Vortrag Wie begrüße ich einen Hund“, den ich gerne zur artenübergreifenden Kulturvermittlung bei Kindern an den Mann bringe. Kinder mögen meinen Vergleich: „Wie würdest du dich fühlen, wenn über dir ein Riesen-Dinosaurier steht und dich anstarrt, und plötzlich bückt er sich schnell und greift nach dir?!!!“

Das ist der anderen Katzenbesitzerin, offensichtlich einer Lehrerin, die in der langen Wartezeit einen Stapel Tests verbessert, zu viel und sie rügt mich mit ausgesuchtem Grant: Die meisten Hunde seien doch freundlich und hätten kein Problem mit laufenden Kindern. Und die Hundebesitzer sollen besser aufpassen und mit Hunden, die bösartig sind, einen großen Bogen um Kinder machen.

Naja. Hm.

Leider entspricht es nicht meiner Erfahrung, daß die meisten Hunde nicht erschrecken würden, wenn Kinder an ihnen vorbeirennen. Ich halte es für sehr sinnvoll, Kindern beizubringen, sich Hunden mit Vorsicht und Verstand und Verständnis zu nähern. Und nicht nur Hunden, sondern überhaupt Tieren! Besonders Wiener Kinder zeigen offensichtlich überhaupt kein Einfühlungsvermögen  für Tiere. Kein Wunder, wenn sogar katzenhaltende Lehrerinnen den Standpunkt vertreten, daß eh der Hundebesitzer verantwortlich ist, daß sein Hund sein Kind beißt.

Natürlich ist er das ohnehin, aber trotzdem können Kinder doch lernen, sich in Gegenwart von Tieren so zu verhalten, daß diese keinen Schreck bekommen. Das würde sogar ausgezeichnet zur Persönlichkeitsbildung beitragen, denn es setzt voraus, daß man eigene Bedürfnisse soweit kontollieren kann, daß man keine unerwünschten Reaktionen beim Gegenüber auslöst.

Leider kann ich mit dieser verständnislosen Lehrerin im Raum nicht zum letzen Teil meiner Ausführungen fortschreiten: gebückte Kinder mit abgewendetem Blick, die einen Hund an der Hand schnuppern lassen, dann füttern und dann auch problemlos streicheln können (wenn sie vorher den Besitzer gefragt haben)

Die Katzen müssen zwei Stunden warten, bis alle Reste von Freni-Zahn-Wurzeln fertig aus ihren blutigen Höhlen gebohrt sind.

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Freni war sehr tapfer, und als ich sie im Aufwachraum abhole, versucht sie ein „Wuu“ , aber es wird nur ein „wwfff“. Die arme hat lauter lila Fäden im Mund.

Wir nehmen ein Taxi nach Hause und Freni ist sichtlich erleichtert über die vertraute Umgebung.

Ich habe gerade noch Zeit, vor Ladenschluß ein paar leckere Dosen fürs Wochenende für sie zu kaufen, damit sie etwas Weiches zu essen hat.

 Und zwei Packungen Sauerkraut für Flyte, der sich heute früh blitzschnell einen Pfirsichkern von meinem Teller stibitzt hat.  Der Vorteil an verfressenen Hunden ist nur, daß man ihnen Medikamente und Hausmittel gegen gefressenen Blödsinn (Sauerkraut, Öl etc.) einfach nur hinstellen braucht ohne gefinkelte Pläne entwerfen zu müssen, wie man jetzt das Heilmittel wohl in den Hund bekommt.

Ja, das war dieser Tag! Dabei ist der 13.te doch erst morgen, dachte ich!

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Video von Flyte beim Obedience-Training

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In den Pausen der Staatsmeisterschaft, wenn ich gerade keinen Hund gestartet habe oder mit Freni Schafe gestellt habe, ist es sich ausgegangen, ein kleines Filmchen vom Flyte-Obedience-Training zu machen.

Nichts Besonderes, aber man sieht, wieviel Spaß es ihm macht. Vorne im Bild liegt Mama Julie, am Ende kommt Papa Cedric vorbei.

http://www.youtube.com/watch?v=fpc-YZTHr_k

A little training session with Lightspeed Fire Flyte. In front his mother Julie, at the end we get a visit by father Cedric.

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Die Schafe kommen!

Für alle, die schon sehnsüchtigst aufs Hüten warten:

Die Schafe sind gerade auf dem Weg von Horn nach Königstetten auf die neuen Hügelweiden. Für Termine am besten Wolfgang anrufen: 0676/4502380

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Österreichische Hütehunde-Staatsmeisterschaft

Dieses Wochenende hat bei Freistadt die 4.te österreichischer Hütehunde-Staatsmeisterschaft stattgefunden.

Mit 54 Startern und hochkarätigem internationalem Starterfeld war es eine beeindruckende Veranstaltung, und auf dem herrlichen sanft hügeligen Trialfeld, den hervorragenden Waldschafen der Familie Kramer (Schafscheucher-Border-Collies) und dem durchwegs beeindruckenden Niveau der Läufe ein Event mit hohem Freizeit- und Unterhaltungswert.

Der momentan prominenteste hündische Gast war wohl die amtierende Vize-Weltmeisterin Nell des niederländischen Top-Handlers Ron Snoeck, der gleich mit einer Handvoll erstklassig trainierter Hunde antrat. Die Weltordnung blieb aufrecht und Nell konnte das Trial mit zwei Spitzenläuen verdient gewinnen.

Horst Ludwig, der uns schon oft in Österreich mit seinen erstklassigen Kursen erfreut hat, wurde zweiter mit seinem alten Hasen Fiz, der besonders im zweitern Lauf einfach spektakulär fehlerfrei lief.

Ein weiterer Viel-Abräumer war der italienische Trainer Luca Fini, der schon am frühen Nachmittag vollbepackt mit Pokalen heimwärts abreiste!

Der österreichische Staatsmeistertitel ging an Kathi Gleis mit ihrer Aimee of Bungee Borders, auf die sie besonders stolz sein kann, da sie nicht nur selbst trainiert sondern auch selbst gezogen ist!

Gratulation auch an Kerstin mit ihrer braven sable-saddleback Hündin Fay, die den Österreichischen Meister-Titel in Kl. 2 holte und an Barbara, die zwar beim zweiten Lauf mit ihrem tollen Kl. 3-Hund Tom Pech mit einem streitsüchtigen Schaf hatte aber dafür mit ihrer Gem den verdienten Titel Österreichischer Meister in Kl. 1 heimbrachte.

Zu unseren Hunden:

Mit meiner Julie hatte ich leider in beiden Läufen Fehler, die meine Schuld waren: im ersten habe ich mich mit dem Drive-Gate verschätzt, im zweiten beim Pen nicht aufgepaßt und deshalb mit Ehrenrunden viele Punkte verschleudert. Bei den durchwegs erstklassigen Läufen der Konkurrenz waren leider keine Fehler erlaubt, wenn man vorne dabei sein wollte. (Videos folgen, sobald wir herausgefunden haben, wie man die Läufe für Youtube in zwei Hälften schneidet!!) 

Darla (Lightspeed Darjeeling, Julie X Celtic) lag dafür nach dem ersten Tag am hervorragenden zweiten Platz der österreichischen Wertung, nach Barbaras Tom, der einen Spitzenlauf hatte, und knapp vor Kathis Aimee. Am zweiten Tag lief sie noch besser und hatte bis zum Shedding Ring nur 11 Punkte Gesamt-Abzug, allerdings erwiesen sich die Schafe dann frustrierenderweise im Ring als unteilbar für Wolfgang und Darla!

Immerhin wurde Darla, die ja auch erst zwei Jahre alt ist, noch Dritte in der Wertung der Österreichischen Staatsmeisterschaft.

Für Freni war die Staatsmeisterschaft ihr Geburtstagstrial, denn sie wurde am 5. 6. 09 zwei Jahre alt! Mit ihr war ich sehr zufrieden, denn sie hat es geschafft, sich von Samstag auf Sonntag sehr schön zu steigern und sonntags schon viel von ihrem schönen Pacing und tollen Flanken zu zeigen. Mit Distanzen hat sie ja eigentlich kein Problem, nur mit dem Bewahren ihrer Nerven! Daß sie am Samstag noch große plötzliche Ecken im Drive hatte und am Sonntag schon ziemlich smooth arbeiten konnte ohne die Nerven wegzuschmeißen, macht mich natürlich sehr glücklich! Schließlich ist sie bei ihrem ersten Kl.2-Antritt auf der Koralm durch ihr Düsenjet-Tempo in Erinnerung geblieben, und beim Kärnten-Trial vor drei Wochen war sie zwar einigermaßen kontrollierbar, aber nur durch intensivsten Stimmeinsatz meinerseits. Bei dieser schönen Staatsmeisterschaft wurde wurde Freni in der Österreich-Wertung noch Vize-Österreichischer Meister in Kl.2

Herzlichen Dank an die Gastgeber, die „Schafscheucher“, die für ein schönes harmonisches Trial auf höchstem Niveau gesorgt haben und sogar noch mit dem Vize-Staatsmeistertitel in Kl.3 mit Nana belohnt wurden!

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Flytie-Update: die magische Zwei-Monats-Kur!

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Also erstens nehme ich mir vor, daß das hier das letzte FlytIE-Update ist. Ab sofort lasse ich das I weg, denn er ist schon größer als Mama Julie und fast so groß wie Freni (aber dafür ein Drittel breiter- gut das ist beim Freni-Spaghetti nicht sooo schwierig)

Also zum FlytIe-Update:

Achtung: Pubertätsalarm!!! Flyte ist 7 Monate alt. Obwohl er noch immer ein absoluter Schatz und Herzensbrecher ist, fängt der kleine Flyte jetzt an, vorpubertär zu hinterfragen, was eigentlich alles unbedingt notwendig ist und was nicht. Da er auch schon ziemlich kräftig ist, macht es auch keinen Spaß mehr, sich von ihm an der Leine herumreißen zu lassen, also ist deutliches Leinenführtraining angesagt. Bei so viel Energie ist es eben schwierig, in gleichmäßigem Menschen-Schneckentempo und vor allem weiter als eineinhalb Meter geradeaus zu gehen!! Muß aber leider sein, sonst hat man einen sehr genervten Menschen am anderen Ende der Leine!

Von Papa Cedric hat Flyte übrigens eine eigentümliche Liebesbezeugung geerbt: Er nimmt meinen Unterarm ganz ins Maul und nagt ganz zärtlich mit liebevollem Fiepseln mit den Backenzähnen darauf herum. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das schon aber, wenn man es bereits kennt, auch recht lieb. Man kommt sich nur irgendwie vor wie ein sehr geschätzter Stelzenknochen, der für späteren Genuß aufgehoben und vorläufig nur voll Vorfreude gekostet wird.

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Sehr speziell und sympathisch bei Flyte ist seine Kommunizierfreudigkeit. Er teilt gerne seine Stimmungen und Bedürfnisse mit, und zwar mit sehr differenzierten kleinen Lautäußerungen und Bewegungen. Das macht er sehr gut, und es ist immer ganz klar, was er sagen will: Ich muß mal, oder mein Wasser ist ausgetrunken, oder mir ist fad, krieg ich ein Spielzeug. Nicht jeder Hund ist in so frühem Alter schon so gut im Kommunizieren, die meisten lernen das erst im Lauf der Zeit. Flytes hat sich jetzt schon das „Lassie-Prädikat“ verdient: Wenn er etwas will, teilt er es ganz klar verständlich mit! 🙂

Weiterhin ist Flyte hellauf begeistert von Unterordnungs- und Tricktraining. Und er ist unheimlich gierig, was sich als ausgesprochen praktisch erweist: der beste Trick aus der Zauberkiste der hündischen Pubertätskrisenbekämpfer ist nämlich ein ganz simpler aber unfehlbar effizienter:

Jetzt, da die selbständigen Tendenzen sich deutlich zeigen und Flyte z.B. nicht mehr sofort auf Ruf daherwuselt sondern stehenbleibt und zuerst einmal schaut, ob ich auch einen guten Grund habe, ihn bei seinen wichtigen Aktivitäten zu stören, habe ich nämlich zu gehorsamstherapeutischen Zwecken die Zwei-Monats-Handfütter-Kur angesetzt.

Bei einem Hund, dem Futter so wichtig ist wie Flyte wirkt so eine Kur ein wahres Wunder an Kommandobindung: Das Rezept ist denkbar einfach: Man füllt am Anfang des Tages die Tagesration in einen Beutel und führt diesen griffbereit mit. Im Laufe des Tages bekommt er dann (entweder verteilt oder in zwei, drei Blöcken) je ein Futterstückchen für ausgeführte Kommandos. Das muß  nichts Schwieriges sein- wichtig ist nur, daß alles Futter aus der Hand kommen muß. In dieser Phase des Selbständig-Werdens ist das ein extrem wirkungsvoller Prozeß, um den Hund davon zu überzeugen, daß Gehorsam kein blödes Muß sondern eine tolle und leckere Möglichkeit sind, an Häppchen zu bekommen: Nicht vergessen- der Hund ist ein Raubtier und dazu angelegt, für sein Essen arbeiten zu müssen: Tätigkeiten, die ihm Essen verschaffen (Graben nach Mäusen z.B.) werden deshalb als positiv und wiederholungswert gespeichert.

Wenn er alles Futter quasi gratis einfach in die Schüssel bekommt, hat er ja seinen Hauptgrund verloren, sich für etwas anzustrengen oder Aufgaben zu lösen.

Natürlich: Wenn man vorher schon mit Leckerli trainiert hat und jetzt auf die Zwei-Monatskur umsteigen will, ist klar, daß man dafür jetzt das normale Vollfutter verwenden muß, nicht eine Tagesration Leckerli. Keine Sorge, der Kleine arbeitet für sein normales Futter genauso gerne, sobald er entdeckt hat, daß er jetzt dafür Aufgaben lösen muß, was ihm ja auch Spaß macht!

Aus dem Fundus der Dinge, die man in dieser Zeit wunderbar trainieren kann: Anclickern kombiniert mit Still-Stehen für eventuelle Ausstellungen (auch sonst gutes Training für zappelige Border Collies!!),

Sitz-Platz-Steh (das kleine Hundeeinmaleins, am besten gleich in der Obedience-Ausführung mit Markierung am Boden, die nicht überschritten werden darf)

Fuß-Grundstellung und Nachrücken in alle Lebenslagen (vor, rück, seit, links, rechts, kehrt)

Vorsitzen und oder Einspringen

Gegenstände nehmen und mit gehaltenen Gegenständen vorsitzen

Bringen von Gegenständen (sicherheitshalber Gegenstand an Schnur oder Leine)

Tricks wie Rückwärtsgehen, Verbeugung, Pfote geben, Laut geben, Target-Training, etc.

Ein kleines Video folgt demnächst!! Vorläufig einen zärtlichen Arm-Nager vom FlytIe!! (ab morgen dann endgültig Flyte!!)

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