ÖCBH-Pfostenschau und Hüteprüfungen 2018

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Sommerfreuden

Der Frühling 2018 ist bei uns schon seit April extrem sommerlich! Bei solchen Temperaturen lohnt es sich, schon früh auszurücken und ein Fischfrühstück am See zu unternehmen. Ich liebe es, den Hunden im Sommer ganze Fische zu füttern. Man bekommt Sardinen und Makrelen bei uns im Wien recht günstig im Kilopack in den Asiasupermärkten. So ein Kilo taue ich über Nacht auf und füttere die Fische dann im Freien. 🙂 Die ganz kleinen Sardellen kann man übrigens auch bestens als Leckerli verwenden, besonders wenn man sie halbiert. Dafür darf man allerdings keine Scheu vor angepatzten und den Rest des Tages nach Fisch riechenden Händen haben.

Aber gesund sind die ganzen Fische auf alle Fälle für die Hunde. 🙂

 

Unsere neue Entdeckung als Wasserspielzeug sind diese Kinderschwimmflügerl. 🙂 Sie sind leicht zu transportieren, man bekommt sie im Kombipack, sie werfen sich fast so gut wie Frisbees, die Hunde finden sie gut im Wasser und können sie gut halten. Nach ein wenig Gebrauch bin ich zwar draufgekommen, dass das weiche Material scheinbar für Hunde sehr verlockend ist, um sie genussvoll zu zerfransen und zu zerfleddern, aber ein paar habe ich noch und damit kommen wir sicher über den Sommer, wenn ich den schönen aber schweren Schwimmleuchtturm nicht mitschleppen will. 🙂

Das Agility-Semester in Wiental neigt sich auch schon wieder dem Ende zu. Lillan hat die Wippe gelernt. Jetzt müssen wir noch den Slalom fertigtrainieren, dann wäre sie antrittsbereit. 🙂

 

Auch nach dem Sport und natürlich nach der Hütearbeit ist eine Hunde-Badewanne zur Abkühlung wichtig!! Bei Trials sind die schwarzen Wannen ja Tradition neben dem Feld und jeder Border Collie weiss genau, wie er sie verwenden muss. Im Hundesport hat es lang geheißen, dass man Hunde von den Extremitäten und nicht von der Körpermitte her abkühlen muss, um den Kreislauf nicht zu überlasten.  Man sollte also möglichst per Kneipp-Wasserschlauch-Technik langsam von außen nach innen kühlen. Praktischerweise ist die Empfehlung für die Abkühlung von (menschlichen) Sportlern, die zu überhitzen drohen, wieder, die Körperkerntemperatur möglichst flott zu reduzieren, am besten durch Untertauchen in eine Wanne mit kaltem Wasser.

Siehe da: die Triallisten und Schäfer haben es immer schon richtig gemacht! Ein Hoch auf die schwarze Wanne! 🙂

Schöne Grüße an alle Lightspeed-Freunde auch von der glücklichen Julie-Omi. 🙂

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Über Lämmer

Endlich ist der Frühling gekommen. Es zwitschern die Singvögel, es sprießen die Blättchen, es erblühen die Blüten und es wuselt von Lämmern.

Gerade in der Osterzeit musste ich so oft (scheinbar vergeblich) erklären, dass kein noch so böser Bauer die frischgeborenen Lämmer schlachtet und als Osterbraten serviert, dass ich hier auch noch einmal darüber schreiben muss.

In den sozialen Medien sind ja manche Organisationen sehr gut darin, mit irreführenden, falsch zugeordneten oder irreführend beschrifteten Bilder Menschen mit Herz zu einer emotionalen Reaktion zu bewegen. Die Chance ist groß, dass das Ziel solcher Horrorbilder einzig und allein im hohen Spendenaufkommen für die werbende Organisation liegt.

Zu Ostern waren also einprägsame Bilder unterwegs von Schafbauern, die neugeborene markierte Lämmer in die Luft halten, die „sagen“: „Mama, ich geh jetzt sterben. Ich werde ein Osterbraten“.

Ein kleiner Appell an den gesunden Menschenverstand: Bitte die ersten Affekttränen aus den Augen wischen und überlegen: Wir Menschen wären längst ausgestorben, wenn wir nicht gelernt hätten, mit der Ernte zu warten, bis die Frucht reif ist. Das ist ein wesentliches Element unserer Intelligenz: Wenn unsere zu Ackerbauern und Viehzüchtern aufstrebenden Vorfahren das erste Karottengrün, das aus dem Boden schaute, gleich ausgerissen und aufgegessen hätten, wären wir noch immer nicht weiter als unsere Primaten-Verwandten.

Wir haben es geschafft, zu lernen, von Vorräten zu leben, bis die Saat den optimalen Fruchtgewinn ergab.

Im Fall der Viehzucht wäre man als Bauern, selbst wenn man die Ausgangsherde geschenkt bekommen würde, in einer Saison ruiniert, wenn man die neugeborenen Tiere gleich braten würde.

Diejenigen unter euch, die zu Ostern mehr oder weniger freiwillig in der einen oder anderen Kirche waren, konnten vielleicht sogar das alte biblische Gebot im Wortlaut hören. Wie auch immer man zu Religionen stehen mag, kann man sich doch einig darüber sein, dass Menschen mit einem Vorsprung an Weisheit versucht haben, Lebens-Gebrauchsanleitungen für die weniger Informierten zu formulieren.

In der Bibel steht also zum vorchristlichen Osterfest nicht etwa: reißt einer Schafmutter ihr frischgeborenes Lamm weg und esst es auf. Es steht folgendes:

Exodus, 12, 1-11: “Am Zehnten des Monats soll jeder ein Lamm für seine Familie holen, ein Lamm für jedes Haus. […] Nur ein fehlerfreies, männliches einjähriges Lamm soll es sein. das Junge eines Schafes oder einer Ziege.“

 

Abgesehen von dem interessanten Detail, dass die Bibel keinen wesentlichen Unterschied zwischen Schaf und Ziege sieht, ist die landwirtschaftlich absolut sinnvolle Empfehlung, die überzähligen ausgewachsenen Lämmer mit einem Jahr aus der Herde zu entnehmen und im Rahmen eines Festes zu braten.

Die weiblichen Tiere braucht man sinnvollerweise für die Weiterzucht. Ein Tier mit „Fehlern“ oder Krankheiten zu essen könnte ein Ansteckungsrisiko bergen. Also ein fehlerfreies einjähriges männliches Lamm.

Noch immer wird als „Lamm“ in der Gastronomie von einem bis zu einem Jahr alten Tier gesprochen.

Das mindeste Schlachtalter liegt bei vier Monaten. Zu diesem Zeitpunkt hat ein Lamm für einen nicht einschlägig bewanderten Betrachter bereits ein Aussehen erreicht, das ausreichend an ein erwachsenes Schaf erinnert, um für die mit tränendrückenden Bildern um Geld und Mitglieder werbenden Organisationen nicht mehr interessant zu sein.

Mit vier Monaten sollten die Lämmer von der Mutter bereits abgesetzt sein (nein, niemand wird hier brutal den Müttern entrissen, sie fangen einfach an, Gras zu fressen und hören auf, bei der Mutter zu trinken). Die männlichen Tiere muss man in diesem Alter schon von den weiblichen trennen, denn es kann schon ein paar frühreife darunter geben, die Wege finden, für die nächste Generation an Lämmern zu sorgen. Normalerweise will man ja als Schafbauer Inzucht in der Herde vermeiden und wissen, von welchem Bock die Nachzucht ist. Außerdem will man gerne wissen, wann man ungefähr mit Lämmern rechnen kann, damit man die Muttertiere vor der Geburt entsprechend verwöhnen kann.

Aus schlechten Zeiten, in denen man froh war, wenn man alte zähe Zuchtauen oder sogar Böcke in der Suppe serviert bekam, hat sich bei uns ein Vorurteil gegenüber Schaffleisch erhalten, das besagt, dass es zäh ist und „böckelt“.

Deshalb hat die Gastronomie sich sehr bemüht zu versuchen, das Image von Lammfleisch durch das Suggerieren von Zartheit und besonderer Jugendlichkeit ins rechte Licht zu rücken. Am tatsächlichen typischen und landwirtschaftlich sinnvollen Schlachtalter hat sich aber nichts geändert. Auch ein „Milchlamm“ ist nur ein Kunstwort der Gastronomie. Noch säugende Tiere nimmt man nicht der Mutter weg. Man hätte erstens einen schlechten Ertrag durch den Verkauf und zweitens Probleme mit dem Euter bzw. viel Arbeit mit dem Abmelken der Restmilch. Schafe melken ist im Vergleich zum Melken von Kühen oder auch Ziegen wirklich viel Arbeit für nur ziemlich wenig Milch.

Dieses rhetorische Begriffs-Umfärben fällt jetzt, da die Vegetarier von den Veganern überflügelt werden, den Schafbauern auf den Kopf und es ist kaum mehr möglich, durch Erklärungen das Bild vom grausam verzehrten flauschig-süssen Schafbaby wieder aus den Köpfen der Menschen zu löschen.

Wer mir nicht glaubt, kann ja die nächsten Male, wenn er im Supermarkt Lammfleisch sieht, versuchen, anhand der Kotelett-, Rücken- oder Keulenstücke hochzurechnen, wie groß das ganze Tier gewesen sein wird.

Wenn schon die Keule eineinhalb Kilo wiegt, kam sie kaum von einem zwei Kilo schweren Lamm auf dem Peta-Bild.

Wenn ein Kotelett so groß ist wie ein neugeborener Lämmerkopf, war das Tier, von dem es stammt, wohl nicht mehr ganz neugeboren.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass man sich an alles, was in der Bibel steht, halten soll, aber mit „nehmt ein einjähriges, männliches, fehlerfreies Lamm“ ist man tatsächlich gut beraten.

Nimmt man diese Tiere nämlich nicht aus der Herde, hat man erstens Inzucht und zweitens heftigste Bockkämpfe. Da unsere Haustiere ja auch nicht weiterziehen und sich neue Herden suchen können, wenn sie nicht der Bock mit den besten Siegeschancen in unerbittlichen Kampf um den Harem sind, tun wir ihnen, wenn wir sie aus der Herde entnehmen und respektvoll schlachten, nichts, das ihnen die Natur nicht noch grausamer tun würde.

Aber darüber will man ja nicht nachdenken, wenn man entweder verpackte saubere Fleischpäckchen im Supermarkt oder liebe Lammbilder in der Blumenwiese vor Augen hat.

In diesem Sinn einen wunderbaren Frühlingsanfang. Behaltet die Füße auf der Erde und trotzdem die (sinnvolle) Tierliebe im Herzen.

 

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Ungarn: mit Zackelschafen, Mudis und diesmal auch mit Schnee

In Ungarn trainieren ist immer ein Spaß für die Border Collies. Was da auf alle Fälle dazugehört, sind die typisch ungarischen Zackelschafe mit den einprägsamen Zweihorn-Hörnern und ungarischen Hütehunden, den Mudis, die hier überall die Höfe mit fröhlichem Alarmanlagen-Gekläff verteidigen.

Diesmal gab es einen Wurf bunter Mudi-Welpen kennenzulernen. Sehr süß und mit ihren herzigen kleinen Welpenstimmchen noch gar nicht so arg laut! 🙂

 

Schönen sauberen Schnee hatten wir zwar nur an einem Tag, am anderen dafür hm.. immerhin gefrorene Gatschlacken. Für Wintertraining haben wir damit samt Sonnenschein eigentlich ziemlich gute Karten erwischt! 🙂

Das Guinchen geht diesen Winter allzeit mit einem Fließschal, den sie sehr mag. Das sieht zwar nicht so stylish aus wie die tollen Mäntel, aber er er hält sie auch verkühlungsfrei und ist leichter handzuhaben! Guin trägt ihn gern. Und: wenn er ihr (drinnen) zu warm wird, zieht sie ihn selber aus. Sehr praktisch.

Es hat jedenfalls viel Spaß, ein Wochenende nur an den Hüteskills der Mädls herumzubasteln. Und auf der Szarvas-Tanya wird man immer kugelrund gefüttert. Den Rest der Woche gibt’s dann nur Sellerie- und Kohlsuppe. 😉

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Ein schönes Hütetagerl bei Sonnenschein

     

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Produktives Intensivtraining in Ungarn

Es ist ja leider Winter. Wenn es wenigstens schön unter Null bliebe, wäre ja alles freundlich und sauber mit einer kleinen Schneedecke. Ohne Sonne und ohne Schnee werden die Fotos einfach nicht schön. Die Hunde sind dauernd dreckig und man kommt aus den Gummistiefeln nicht mehr raus.

Aber genug vom Gejammer. Wir hatten trotz etwas trist aussehender Fotos ein sehr schönes und produktives Intensivtraining im nördlichen Ungarn. In Ungarn ist einfach Platz. In alle Richtungen ist unglaublich viel Platz. Die Hunde können rennen. Die Hütehunde können Distanzen lernen. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie selbstverständlich ein gut veranlagter Hütehund ein solides Basistraining auf große Distanzen einfach ausdehnt.

Leute mit guten Augen oder riesigen Bildschirmen (oder einer Lupe) können auf den folgenden Bildern die trainierenden Teams suchen. Einmal gibt es Nora in einer Ecke, die mir gerade Schafe herliftet! 🙂

 

Besonders die kleine Lillan hat sehr profitiert von ihrem Intensivtraining. Ich habe mich sehr gefreut, wie sie ihr Flanken und Seitentraining auf dem großen Feld umgesetzt hat. Diese zwei Videos gibt es zum Beweis:

 

Ein großer Dank an Annamaria in Bank und ihr Trainingscenter. Das letzte Bild hier zeigt das Haus, das man mit seinen Hunden mieten kann und das nur drei Minuten vom Trainingscenter entfernt ist. Praktisch mit dem Eingang für die Hunde in die geflieste Küche im Erdgeschoss. Zu kaufen wäre es, wie so viel in Ungarn. Hier stehen unglaublich viele Häuser leer. Die Ungarn ziehen scheinbar alle nach Budapest oder andere große Städte.

Und als Andenken von Ungarn bringt man -auch mitten im Winter- immer die unausweichlichen Zecken mit. Die ganz großen grauslichen Auwaldzecken. Nichts ist eben perfekt im Leben.

 

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Winter wonderland

Also gut. Auch wenn ich die sommerliche Hälfte des Jahres unbedingt bevorzuge und es von mir aus direkt nach Weihnachten in den April übergehen könnte: Wenn so eine schöne, saubere und nicht zu tiefe Schneedecke freundlich von der Sonne ausgeleuchtet wird, die Hunde sich vergnügt im Schnee wälzen und nach dem Toben oder Trainieren sauberer hereinkommen als man sie hinausgelassen hat, macht sogar mir der Winter Spass. Damit es auch ein Video zu den Fotos gibt: So weit ist die Zähmung der kleinen Lillan bisher gediehen. Ich finde, es schaut jetzt schon richtig zivilisiert aus. 🙂

 

Guin und Julie habe ich auch gleich mit-fotografiert! Weils so schön war! 🙂

 

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