Herbst und Hüteprüfung

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Vom Sommer können wir uns langsam verabschieden. Es wird kühler und manche Bäume beginnen, ihre Farbe zu wechseln und testweise schon ein paar Blätter abzuwerfen.

Perfektes septemberliches Trialwetter hatten wir aber bei den ÖCBH-Hüteprüfungen am 24.09. in Flatz.

Sonnig, aber für die Tiere angenehm temperiert war es. Die Schafe liefen flüssig und ausgesprochen brav für die allermeisten Hunde, sodass eigentlich durchgehend schöne Arbeit gezeigt und gute Punkte erreicht werden konnten!

Unsere ungarischen Nachbarn waren zum Trial angereist, und die freundschaftliche Konkurrenz in den beiden geprüften Klassen Anlageprüfung und Herding Working Test war gut für alle Teilnehmer.

In der Anlageprüfung traten drei Border Collies in für Trials ungewöhnlichem Merle-Haarkleid an, wobei zwei davon  mit dem ersten und zweiten Platz zeigen konnten, dass eine unübliche Farbe noch nicht heissen muss, dass Schafe-Hüten ein Ding der Unmöglichkeit für sie ist.

Im Herding Working Test wollte der sehr erfahrene deutsche Richter Horst Ludwig sehen, ob der Hund bereits beim Wegtreiben von hinten sauber gelenkt werden konnte. Den antretenden Hunden gelang das recht gut. Punkteverluste gab es am meisten beim Fetch, da die Schafe es scheinbar auf die Tore an der rechten Seite des Feldes abgesehen hatten!

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Mein Leihhund Kerry (vom sonnigen Garten, Cherry X Aslan) lief sehr brav und stylish und erreichte den zweiten Platz mit sehr schönen 97 Punkten. Erste wurde Lisa mit ihrer Molly.

Allgemein ein gelungener und gemütlicher Hüteprüfungstag.

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Oben Kerry, und hier wartet Nora auf Action vor der tollen Flatzer Kulisse.

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Ein paar süsse Zaungäste beim Trial waren diese entzückenden Shelties.

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Und Flyte hat auch schöne Neuigkeiten. Die polnische Hündin Dardo, eine süsse sable Benco-Tochter hat ihn besucht. Die Sympathie war enorm, und so kann in zwei Monaten hoffentlich mit Nachwuchs gerechnet werden! Wir drücken jedenfalls die Daumen!

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so viele Lightspeeds auf einem Bild sind nicht immer leicht zu versammeln.

ganz links Julie, mit 12 Jahren die glückliche Omi

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dann ihre Tochter Guin, Enkelin Nora, Sohn Flyte, Tochter Darla, Enkelin Kass, Sohn Glen und Enkel Jon🙂

 

Auch eine schöne Neuigkeit: Die süsse kleine Eve hat ihre neue Familie gefunden. Sie passt perfekt zur jungen Alexandra, die mit ihr Agility machen möchte! Ein freundlicher, sehr sozial sicherer, wenn auch temperamentvoller schwarzer Retriever sowie eine Katze gehören schon zum Rudel ihrer Familie! Die besten Wünsche für Eve im neuen Zuhause!!

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Training in Bánk (Ungarn)

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Hier hat die kleine Eve gewohnt, Bánk in Ungarn, nördlich von Budapest nahe der slowakischen Grenze. Es gibt dort ein sehr nettes Trainingscenter mit einer Herde ungarischer Schafe. Natürlich kocht man Pörkölt in grossen Kesseln für alle und verteilt grosszügig Palinka, wie es in Ungarn so dazu gehört!🙂

Die Ungarn sind sehr gut darin, sich mit relativ einfachen Mitteln ein lustiges Wochenende zu machen!

Und wirklich nett trainieren kann man dort auch!

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Guin

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und Nora

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Llanfarian Sali war auch mitgereist.

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Das ist Hope, ein Sohn von Guins Bruder Gordon. Er wohnt in Ungarn und startet dort bei Trials.

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Und hier fetcht Kerry vom sonnigen Garten, der momentan mit mir auf Trial Kl.1 trainiert.

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Schön wars! Vielen Dank an die ungarischen Sheepdog-Freunde! Im Oktober gibt es dann ein Trial, ebenfalls nördlich von Budapest! Falls noch Österreicher Lust haben, teilzunehmen… wir sind dort und versprechen, dass es sehr gemütlich werden wird!

Outrun für Kl.3 out of sight, Finale mit Double Fetch. Das Trialfeld dort:

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Und die Ausschreibung in Englisch:

HSDS Open 2016 in Domoszló – Sheepdog Trial organized by the Hungarian Sheepdog Socitey. Available classes I-II-III. Winner of class III is to be HSDS Champion 2016. Come and compete, we offer good sheep, big field and great fun for the weekend, you bring the thrilling runs😀 Hope to see you soon!

Trial info: one run each day, 15 euro per run. Judged by Daniel Keimel from Austria. For details and to enter your dog please contact us via hsds2014@gmail.com

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Die kleine Eve

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Bei uns wohnt gerade die süsse kleine, tüpfelige Eve. Sie ist hier, um herauszufinden, was sie gerne tun würde. Arbeitshund auf der ungarischen Farm, wie sie es eigentlich sein sollte, möchte sie nämlich eigentlich nicht sein.

Eve ist zwei Jahre alt und ist ein kleines Traumhündchen für Hobbysportler und alle, die einen freundlichen, problemlosen, umgänglichen, umweltsicheren Border Collie zum Liebhaben und Glücklichsein suchen!

Sie hütet gerne, aber es sollte dabei nicht zu ernst zugehen.

Mehr Infos über Eve auf der Seite Border Collies zu vergeben

 

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Augusterfolge

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Hier in Salzburg gibt es den „Moorhundeplatz“, den ÖGV Salzburg, auf dem Lightspeed Ice Residenz hält. In einem nassen Sommer wie 2016 gibt es dort tolle Gelegenheiten für meine eigeninitiative kleine Nora, sich bis zu den Nasenlöchern im Moorschlamm pechschwarz mit kaum rauswaschbaren schwarzen Igelstacheln zu baden!🙂

Aber es lohnt sich, wenn man dafür mit Ice und dem aus der Mitte  von Österreich, aus Grimming, anreisenden Lightspeed Mastermind, Cody, trainieren kann!

Beide Buben sind wahnsinnig tüchtig. Cody hat in der letzten Zeit bei den Mac-Qualis super abgeschnitten, Ice dafür hat sich nach seiner Rettungs- und Lawinenhundeausbildung, die er neben Agilitytraining absolviert hat, super bewährt und diesen Sommer einen in Salzburg nach einem Fest vermissten jungen Mann gefunden, nach dem gefahndet wurde. Da waren die den Hunden gegenüber eher skeptisch eingestellten Einsatzkräfte doch beeindruckt. Der junge Mann war schon fünf Tage vermisst, und nachdem die Hunde zum Einsatz kamen, wurden er bereits am ersten Hundesuchnachmittag gefunden, auf einem steilen, unwegsamen Hang. Wir gratulieren zu dieser tollen Leistung!

 

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Während wir hier in Salzburg täglich gut von üppigen Regenschauern eingeweicht und dann wieder von sengender Sonne gedörrt werden, vergnügt sich der Rest der Lightspeeds, Wolfgangs Bande, in Wales auf Intensiv-Trialurlaub.

Wolfgang hat natürlich auch schon ein paar schöne Platzierungen mit seinen Hunden erlaufen:
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JON  (Noras Bruder): 2.ter in Open und 1.ster in Novice
KASS: 3tte in Open und 2te in Novice

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Cynghordy SDT SW Style:

Darla 1ste (von 60)

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Builth Wells SDT South Wales style

Kass 1ste in Novice 2te in Open

Llanwrtyd Wells SDT:

 

Kass: 3te

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In Holland fand in der Zwischenzeit die Border Collie Classic, ein grosses internationales Agility-Turnier mit über 350 Startern statt.

Julia mit der tollen Lightspeed Jet schaffte es nicht nur ins Finale sondern konnte dort auch den zehnten Platz behaupten! Bravoooo!

Weil Nora läufig wurde und Michael, dem zwei für die BCC gemeldete Hunde verletzungsbedingt ausgefalln waren, gerade auf dem Weg nach Holland an Salzburg vorbeika, durfte Flyte als „Rent-a-Dog“ spontan mit nach Holland fahren und dort starten! Sehr bemüht hat er sich, mein braver Flyte-Bub!! Gar nicht so leicht, mit einem anderen Handler zu laufen!

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Salzburger Wander-Sommer

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Über den Sommer sind wir wie die letzten Jahre auch schon: in Salzburg. Hochkultur und Natur liegen hier so nah nebeneinander wie nirgends sonst! Festspiele und Berge, Musik und Grün, einfach herrlich, dieses Salzburger Potpourri!

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In alle Richtungen gibt es innerhalb einer halben Stunde von Salzburg aus einfach herrliche, auch ziemlich bergige Wander-Wege zu erreichen!

Den Hunden gefällts! Nur meine Nora hat nach zwei Wochen Wandern statt Training klargemacht, dass sie sie mit reinem Gewandere zwar kurzfristig erschöpft sein kann, aber sich nicht wirklich ausgelastet fühlt. Mit Wandern allein und dem Warten auf Radfahrer, die den Gartenzaun entlangfahren, sind zwar Julie, Flyte und Guin glücklich zu halten, aber eine Nora geht nach zwei Wochen solcher Kost die Tapeten hoch! Beziehungsweise hüpft sie dann ab vier in der Früh auf mir im Bett auf und ab und quengelt „Was tun wir heute, was tun wir heute?? Alles ist fad, fad, faaad!!!“

Also ab morgen gehen wir wieder in die Hundeschule, damit sie sich bei Agility Nora-gerecht austoben kann!🙂

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Endlich wieder ein Trial!

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Dieses Jahr wurden wir Österreicher nicht gerade mit einem Übermass an Sheepdog Trials verwöhnt. Der ASDS befindet sich gerade im totalen Umbruch, weshalb für 2016 auch kein österreichisches Continental Team zustande kommt, weil es einfach keine Qualitrials gab. Und der ÖCBH hat dieses WE das erste Trial der Saison angesetzt, das auch von einer grossen Anzahl trial-ausgehungerter ASDS-Mitglieder besucht wurde!

Wer sich mit unseren Trialvereinen noch nicht auskennt: Der ÖCBH ist der für die britischen Hütehunde (Collie, Sheltie, Bearded Collie, Bobtail, Corgi und eben Border Collie) zuständige Verein unter dem Deckmantel der FCI, der ausser der Zuchtbetreuung und Ausstellungen auch einen Unterbereich für die Ausbildung und Prüfung von Hütehunden betreibt.

Der ASDS unterstellt sich der britischen International Sheepdog Society und betreut die Zucht mit ISDS-Papieren sowie die Organisation von Qualifikationstrials für die Hütehunde-EM, das Continental Sheepdog Championship (CSC) sowie die Hütehunde-WM. Da dieser Verein für Zuchthunde auch die erfolgreiche Absolvierung eines Sheepdog Trials durch beide Elternteile vorschreibt, ist er auch zuständig für die Abhaltung solcher Trials, bei denen man die Zuchtberechtigung erwerben kann.

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Am 18. und 19. Juni 2016 gab es jedenfalls ein Trial in Rutzenmoos, unter der Schirmherrschaft des ÖCBH, gerichtet durch Samuele Manzi aus Italien.

Zur Verfügung stand eine geräumige flache, nach hinten leicht abfallende Wiese und eine schöne Herde bunter Schafe, Mischungen aus Waldschafen und Krainer Steinschafen, mit einem kleinen Hauch von Jura.

Am ersten Trialtag offenbarten sich einige erhebliche Schwierigkeiten für die Hunde, die aber durch geringfügige Anpassungen der Bedingungen am Sonntag sehr gut behoben werden konnten:

Unvorhersehbar für alle Beteiligten war der Schwierigkeitsgrad des Outruns für die Hunde am Samstag.

Durch eine optische Täuschung  durch die nach hinten abfallende Wiese sah es so aus als wäre der Outrun nach links am Samstag die klare beste Wahl, da auf der rechten Seite ein Eck Wald in den Outrun hineinreichte.

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Auf dieser Bahn wurden die Hunde durch die Geländestruktur aber durchgehend so gelenkt, dass sie vor den Schafen hereinschnitten, scheinbar ohne sie gesehen zu haben. Nur die wenigen Hunde, die ein perfekt getimetes Kommando zum nochmaligen Aufmachen nach Links unverzüglich annahmen, konnten links sauber hinter die Schafe finden. Kathi Gleis wählt mit Gate als einzige den vom Starterpfosten aus sehr unlogisch erscheinenden rechten Outrun, der aber zu aller Überraschung einwandfrei und ohne Zusatzkommando funktionierte. Diese Entscheidung sicherte Gate den Tagessieg, denn der Outrun ist ein Trialbestandteil, auf dem man sehr viele Punkte gewinnen oder verlieren kann!

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Eine weitere Schwierigkeit waren die ungeschorenen Jungböcklein, die am Samstag in den Gruppen mitgingen und für Wandertage einfach nicht in der Laune waren. Schmollende braune Flauschbällchen, die sich in die Wiese warfen und keinen Schritt mehr gehen wollten oder sich gegen den Hund stellten und wissen wollten, ob dieser sie wirklich zum Weitermachen überreden konnte, wurden zum Running-Gag des Tages. Da gleich im ersten Lauf in Kl.3 für ein solches Böcklein mit scheinbar nicht vom Hund verschuldeten Trotzanfall vom Richter ein Rerun gegeben wurde, musste dieser konsequenterweise dann für alle weiteren schmollenden Böcklein auch Reruns verteilen. Wenn jeder zweiter Lauf ein Rerun wird, bekommt das Trial eine etwas seltsame Note. Hier ist aber niemand schuld- so war einfach die Tagessituation. Durch Austausch der jungen Böcke am Sonntag wurde dieses Problem restlos behoben, sodass es am Sonntag keinerlei Probleme mehr mit den Schafen und auch keine Reruns mehr gab.

Am Samstag zeigte Jon, Lightspeed Navajo fantastische Arbeit mit einem solchen Böcklein, die zum Glück sogar auf Fotos verewigt wurde:

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Das hübsche bunte Bürschlein, das Jon die Mitarbeit mehrmals aufkündigen wollte, wurde von ihm durch flexibel wiegendes kurzes Nachgeben und dann wieder durch sanftes aber bestimmtes Andrücken vorsichtig zum Weitergehen überzeugt.

Solche Situationen zu entschärfen hat man als Handler kaum die Zeit oder Möglichkeit. Wenn ein Schaf genug hat, ist der Hund derjenige, der am nächsten an der Situation dran ist und noch durch kleine einfühlsame Reaktionen etwas einrenken oder aber auch die Situation unrettbar verschlimmern kann. Im Fall dieser Böcklein musste man ihnen ein bisschen Zeit geben, rechtzeitig und bevor sie beschlossen hatten, einfach nicht mehr zu können.

Diese Situation musste der Hund selbst erkennen. Drückte er durch diesem Moment noch hindurch, war es spätestens zehn Meter später aus. Jon konnte jedenfalls am Samstag Kl.2 mit sehr schönen Punkten gewinnen.

Hier ist das Video von Jons Lauf:

 

Auch die kleine Josie (Lightspeed Love Affair) zeigte gefühlvolle Arbeit mit einem unwilligen Jungschaf, das schon am Fetch nicht mehr weiter wollte. Ohne zu sehr anzudrücken oder aber ihre Präsenz ganz aufzugeben wich sie mal links zwei Meter aus, mal rechts zwei Meter und gab dem Böcklein damit die Gelegenheit zu verstehen, dass sie zwar auf sein bevorzugtes Lauftempo warten würde, aber darauf bestehen würde, dass es weiterging.

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Leider geriet Josie bei ihrem Samstagslauf nach dem Fetch in die dritte Schwierigkeitsfalle des Tages:

Um jedem Starter eine eigene Gruppe von Schafen (in diesem Fall drei Stück für Kl.3 und vier Stück für die niedereren Klassen 1 und 2) zur Verfügung zu stellen, gibt es am Outrun-Ende und im Zielbereich des Trialfeldes Auffangpferche, in denen jeweils die noch nicht „verwendeten“ Schafe, bzw. die schon gelaufenen Schafe warten und rasten.

Schafe sind bekanntlich sehr interessiert daran, immer zur Herde zurückzukehren. Wenn sie andere Schafe sehen, wollen sie dorthin, das ist geradezu Regel Nr. 1 im Schafleben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Pferche mit den anderen Schafen für die am Feld laufenden Schafe nicht zu gut zu sehen sind. Wenn Schafe sich nämlich etwas in den Kopf setzen können sie mit der Durchsetzung ihrer Flucht eine unerbittliche Konsequenz an den Tag legen. Auf Rodeosituationen kann man bei einem Hütehundewettbewerb aber gut verzichten, deshalb ist es im Interesse aller, den Parcours nicht allzu hart in die Schafs-Verlockungen hineinzubauen.

Am Samstag war der Pferch auf der Zielseite einfach zu nah und einsichtig aufgebaut. Während die erfahrenen Kl.3-Hunde noch einigermassen mit dieser Zusatzschwierigkeit umgehen konnten, erwies sich der plötzliche extrem starke Zug der Schafe zur verlockenden Herde im sicheren Gehege als zu schwierige Hürde. Natürlich sollen typische Schwierigkeiten in der Arbeit mit Schafen auch in der Prüfung abgefragt werden. Aber wenn drei Viertel der Hunde in Kl.1 und 2 an einer Schwierigkeit scheitern, dann ist eindeutig die Latte zu hoch gelegt, und keiner hat einen Vorteil davon, wenn reihenweise die Schafe davonlaufen. Das ist frustrierend für Hund und Handler und sagt auch nichts mehr über die Arbeitsfähigkeiten der Hunde aus.

Alle drei Probleme wurden am Sonntag erfolgreich behoben. Durch Versetzen des Feldes um 30 Meter nach links waren die optischen Täuschungen ausgeglichen- die Handler konnten ihre Hunde nach rechst schicken und es gab durchgehend schöne Outruns in Kl.3.

Die jungen Böcklein hatten gewonnen und mussten am Sonntag nicht mehr beim Wandertag mitmachen sondern durften zu hause bleiben und Unsinn machen.

Und der Pferch am Ende des Feldes wurde in den Wald hineingebaut, und ein Auto vor den Eingang platziert, sodass die schützende Herde nicht mehr von den Schafen am Feld zu sehen war. Da Schafe derlei Dinge wie gute Fluchtmöglichkeiten sehr schnell lernen, zogen trotzdem alle Gruppen auch am Sonntag in die Richtung, in der sie am Samstag ihr Heil in der Flucht finden hatten können. Aber durch Schicken des Hundes konnte diese Situation adäquat und im Sinn einer praktischen Arbeitsleistungsüberprüfung sinnvoll in den Griff bekommen werden.

Wenn man die Ergebnislisten der zwei Tage vergleicht, kann man kaum glauben, dass es sich hier um dieselben Starter auf demselben Feld handelt. Wo es am Samstag durchgehend sehr magere Punkte und viele Dis, ganz abgesehen von den Reruns gegeben hatte, gab es am Sonntag durch diese sehr einfachen Anpassungen keine Reruns, wenig Dis und Punkte im normalen Bereich.

Mein kleines Noral konnte am Sonntag Kl.2 gewinnen.

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Und Lisa, die mit Lightspeed Hyperspace (Gordy) aus Deutschland angereist war, um endlich ihr Trialdebut in Angriff zu nehmen, gelang der erste Platz in Kl.1.

Lisa arbeitet wirklich schon sehr professionell mit Gordy, gab ihm Freiraum wo er es brauchte und griff konsequent ein, wenn er wieder Führung notwendig hatte. Es war klar zu sehen, dass Kl.2 da auch locker drin gewesen wäre! Bravo.

Gordys Video:

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Lightspeed Love Affair, Josie, hatte auch am Sonntag ein extra-schwieriges Schaf, das scheinbar seine beste Freundin im Pferch so vermisste, dass es schreiend und klagend immer 20 Meter von ihrer Gruppe wegziehen musste. Josie arbeitete es mit grosser Geduld ein Einfühlungsvermögen über den ganzen Parcours. Da derlei aber viel Zeit kostet, war am Ende leider keine Zeit mehr für Pferch und Shed übrig. Fünfter Platz in Kl.2 unter besonders schwierigen Bedingungen für Josie.

Wir bedanken uns jedenfalls bei allen Organisatoren, Helfern und Beteiligten für dieses interessante Trial, sowie bei Border-Bande Mike für die schönen Fotos!🙂

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Frisbees und sonstige Flugobjekte

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Meine Hunde spielen zum Spass mit Frisbees. Guin hat eine unglaubliche Sprunganlage, fliegt wie eine Schwalbe und dreht sich in der Luft wie eine Katze, um wieder auf allen Vieren zu landen.

Die Sprünge und Flüge, von denen es hier Bilder gibt, bietet Guin alle ganz von selber an. Ich trainiere weder sie noch meine anderen Hunde speziell auf Stuntsprünge. Guin kann diese einfach.

Über Wurftechniken habe ich trotzdem noch einiges zu lernen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Fatma für das tolle Coaching und bei Robert für die super Actionfotos, die dabei entstanden sind!🙂

Diesmal habe ich den Chickenwing-Wurf gelernt, sowie zwei Frisbees gleichzeitig in zwei Richtungen unter dem Bein durchzuschiessen, wobei man einen wieder selber fangen muss und einen der Hund fängt!🙂 Da haben Arme,  Beine und graue Bewegungs-Verarbeitungszellen ganz schön zu tun!!

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Mein kleines Noral, das bekanntlich immer zu jeglichem Schabernack bereit ist, schaut beim Frisbeespielen so aus- Beim Fangen bleiben immer zumindest die Hälfter der Beine auf dem Boden, dafür sind die Gesichtsausdrücke umso lustiger!!!🙂

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Mein armer Flyte hatte am Wochenende Pech und kam an einem Zaun vorbei, hinter dem ein territorialer Jagdhund Wache hielt. Er schaffte es scheinbar, durch den Zaun durch den armen Flyte in die Nase zu beissen. Zu allem Überfluss muss sich Flyte beim Wegspringen auch noch den Knöchel verstaucht haben. Armer Flyte! Wo er ohnehin schon so zimperlich ist bei jeglicher Art von Körperpflege (ausser dem Bürsten, das er aus irgendeinem Grund mit der Ankunft von schönen Damen verknüpft und sich deshalb schon dafür anstellt, wenn ich die anderen bürste!) Da ich keinen Topfen im Kühlschrank hatte, musste ein Päckchen Bresso (natur) herhalten für einen kühlen Wickel um den armen Knöchel- zusätzliche innerliche Bresso-Anwendungen halfen bei der Compliance beim Verbinden enorm! Rundherum kam dann auch noch eine Schicht Tiefkühlerbsen, festgezurrt mit Vet-Wrap. Derartig uncool verschnürt war sich Flyte sicher, dass sein alter Erzfeind, Spiegelflyte, hinter der ganzen peinlichen und schmerzhaften Geschichte stecken musste. Spiegelflyte wird sonst in regelmässigen Abständen deutlich und lauthals in seine Schranken verwiesen, damit er ja bleibt, wo er ist, hinter dem Spiegelglas nämlich! Ein leidender, verbundener, mit grünem Klumpfuss-Verband gedemütigter Flyte schaffte es gerade noch, mit hängenden Ohren vor dem Spiegel zu sitzen und nicht direkt hinein, sondern daran vorbei zu murren. Eine lange, lange, vorwurfsvolle Jammertirade musste sich Spiegelflyte gefallen lassen.

Da Border Collies hart im Nehmen sind, wollte Flyte schon am nächsten Tag wieder herumhüpfen wie eh und je. Leider muss man ihn aber noch zwingen, es ein bisschen ruhiger anzugehen. Für diese Woche gibt es fürs erste einmal Leinenzwang. Armer kleiner Flyte!

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